Der Pazifik ist der größte und tiefste Ozean der Welt. Seine Fläche nimmt rund 35 Prozent der gesamten Erdoberfläche ein. Nahezu unendliche Weiten, die von drei Seiten von einem 40.000 Kilometer langen Feuerring umzogen sind. Dieser gigantische Lebensraum ist "Paradies und Hölle" zugleich, wie es im Untertitel der zweiteiligen und sehr bildgewaltigen "Terra X"-Dokumentation "Blaues Wunder Pazifik" heißt.

Paradies deshalb, weil der Pazifik immer wieder auf beinahe wundersame Weise neues Leben schafft. Beispiel: die Oliv-Bastardschildkröte. Hunderttausende dieser Tiere kehren jedes Jahr im September zu ihrem Geburtsstrand an der Küste Costa Ricas zurück. Dort legen sie dann ihre Eier ab. Wie sie den Weg alle zur gleichen Zeit hierher finden, konnten Wissenschaftler noch nicht vollständig enträtseln.

Doch dieser Geburtsstrand verwandelt sich gleichzeitig auch in eine Hölle. Rabengeier und andere Raubvögel sowie Hunde fallen über die riesigen Gelege von insgesamt bis zu 100 Millionen Eiern her. Schlüpfen die kleinen Schildkröten-Babys, gerät ihr kurzer Weg in das rettende Wasser zu einem Überlebenskampf ihres jungen Lebens gegen zahlreiche Feinde aus der Luft. Nur etwa acht Prozent der Kleinen überleben die ersten Minuten ihres Daseins.

In der Dokumentation sind zudem so skurrile Lebewesen wie die Nomura-Qualle zu sehen. Zunächst nur so groß wie ein Reiskorn, verschlingt sie alles, was ihr in die Fangarme kommt. Innerhalb eines Jahres wird der Zwerg größer sein als ein ausgewachsener Mann.

Der zweite Teil der sehenswerten und bildgewaltigen in Ultra-HD gefilmten Naturdokumentation folgt am Sonntag, 5. August, 19.30 Uhr. Das "Blaue Wunder Pazifik" wird dann zu einem "Labor des Lebens".


Quelle: teleschau – der Mediendienst