Zweifelsohne ist der "Tatort" des Hessischen Rundfunks mit Ulrich Tukur etwas Besonderes. Er ist verrückter, waghalsiger als der Rest. 2014 lieferte der geniale, ohne Bindung ans Jetzt agierende LKA-Ermittler Felix Murot sein Meisterstück ab: "Im Schmerz geboren" hieß der Film.

Zu Recht heimste der Krimi, der nebenbei noch einen Rekord als "Tatort" mit den meisten Leichen aufstellte, zahlreiche Preise ein, darunter den 3sat-Zuschauerpreis. Die Quentin-Tarantino-artige Rachegeschichte mit Ulrich Matthes als Tukurs Gegenspieler ist der vielleicht ambitionierteste Kunst-"Tatort" in der langen Geschichte der Reihe. Dass der Film, den das Erste nun wiederholt, nicht an seiner Fülle scheitert, dafür sorgen ein wunderbar alberner Humor und die absolut kinoreife Bildsprache.

Auch der nächste Murot-"Tatort" verspricht, wieder ein Filmerlebnis der exzentrischen Art zu werden. In "Murot und das Murmeltier" – der "Täglich grüßt das Murmeltier" zitierende Titel deutet es an – durchlebt der Ermittler denselben tödlich endenden Einsatz immer wieder aufs Neue. Ausgestrahlt wird der Film voraussichtlich Anfang 2019.


Quelle: teleschau – der Mediendienst