Alle sieben Jahre, so geht die örtliche Legende, sucht der wilde Sven die Bewohner von Schwanitz heim. Aus seinem Grab soll der Wikingerfürst, der einst hier hingerichtet worden war, Rache nehmen. Und tatsächlich: Auf den Tag genau vor sieben Jahren gab es schon einmal mysteriöse Todesfälle in dem Ostsee-Kaff.

Als jetzt erneut eine Leiche gefunden wird, glaubt lediglich Tierarzt und Hobby-Ermittler Hauke (Hinnerk Schönemann) an einen Zufall. Der Rest des Ortes steht Kopf: Der wilde Sven ist wieder da! Und da der untote Wikinger stets zwei Opfer in Odins Hallen holt, drängt die Zeit.

Trotz Wikinger-Legende: "Der wilde Sven", der zweite "Nord bei Nordwest"-Fall aus dem Jahr 2015, ist kaum spannender als eine eingangs zu beobachtenden Rektaluntersuchung am norddeutschen Fleckvieh. Immerhin aber widerstehen Regisseur Jochen Alexander Freydank und sein Autor Holger Karsten Schmidt dem Zwang, auch noch krampfhaft lustig sein zu wollen. Müssen sie auch nicht.

Schließlich haben sie mit Hinnerk Schönemann einen Hauptdarsteller, der vor der Kamera nicht herumblödeln muss, um Spaß zu machen. Und so überzeugt "Nord bei Nordwest" zwar nicht als Krimi, aber immerhin als 90-minütige Hinnerk-Schönemann-Show.


Quelle: teleschau – der Mediendienst