"Weil so viel Scheiße einfach nicht in einen Jahresrückblick reinpasst": Die Begründung für den Halbjahresrückblick von "Kalkofes Mattscheibe" ist ebenso einleuchtend wie deprimierend. Unter dem Motto "Das schlimmste bis jetzt! Schlimmer geht immer" zeigt Deutschlands berühmtester Fernsehkritiker und -liebhaber die peinlichsten, hässlichsten und einfach schlechtesten TV-Momente aus den ersten sechs Monaten des Jahres 2018.

Am Freitag, 27.7., um 22.10 Uhr, schlüpft Oliver Kalkofe auf Tele 5 dafür wieder in die unterschiedlichsten Rollen: Als Carsten-Maschmeyer-Parodie etwa nimmt der Satiriker dessen SAT.1-Gründershow "Start Up" auf den Arm: "Eine wirklich spannende Geschäftsidee – ganz nach den Prinzipien des internationalen Kapitalmarkts. Man darf nur nicht erwischt werden", lässt er den Unternehmer vielsagend schlussfolgern.

Auch einer der größten TV-Skandale des Jahres bislang gerät in Kalkofes Visier: Als HipHop-Duo Kollegah und Farid Bang persifliert er das vom Antisemitismusvorwurf geprägte "Echo Rapdisaster", das letztlich zur Abschaffung des größten deutschen Musikpreises führte. Und ja, Kalkofe rappt: "Ich bin kein Nazi, doch Hitler fand ich echt cool / Wer Autobahn disliket ist Jude und/oder schwul."

Gewohnt starker Tobak des furchtlosen Kritikers, der dem deutschen Fernsehen seit den 90er-Jahren einen weiteren Verfall bescheinigt: "Der Inhalt wurde den Machern scheißegal. Heute haben wir den ganzen Nachmittag vollgemüllt mit Scripted-Reality-Scheißdreck, der mit Fernsehen nichts zu tun hat. Gemacht von Menschen ohne Ahnung mit Menschen ohne Bock", kritisierte Kalkofe im Interview. "Man führt Menschen vor, macht sie lächerlich. Eine Frechheit und Beleidigung eines jeden Zuschauers. Das Fernsehen ist immer zynischer, seelenloser, liebloser geworden."


Quelle: teleschau – der Mediendienst