Etwa 80.000 syrische Flüchtlinge beherbergt die Container- und Zeltstadt mitten in der jordanischen Wüste. Sie alle flüchteten vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat, inmitten von Bombenangriffen und Feuergefechten. Zaatari wurde im Juli 2012 als provisorisches Flüchtlingscamp gebaut. Für Wochen gedacht, wurden Monate und Jahre daraus.

Die Dokumentation "Zaatari – Leben im Nirgendwo" (2017, Erstausstrahlung) porträtiert Menschen, die sich im Lager zurechtfinden müssen: den Maler, der Container mit Wandbildern bemalt, die seine Erinnerung an die alte Heimat festhalten, den Landwirt, der ein wenig syrische Erde auf seine Pflanzen streut, die Fotografin, die das Fotografieren im Lager lernte.

Das Fotografieren hilft der mit einer Nikab verschleierten Fatima, die Erlebnisse aus der Vergangenheit zu verarbeiten. "Ich mag das Lager", sagt sie, "manchmal ist es hier schön, manchmal nicht". Kinder fotografiert sie am liebsten. "Man kann sich hier schnell verlaufen", sagt sie, indem sie die staubigen Straßen des Lagers durchstreift, "man sucht und sucht".


Quelle: teleschau – der Mediendienst