Was ist los in Deutschland? Die Flüchtlingspolitik spaltet die Nation, der Umgang miteinander scheint immer rauer zu werden. Exemplarisch für diese Wahrnehmung stehen nicht nur die Beleidigungsexzesse im Netz, sondern auch die erschreckenden Übergriffe auf Menschen, die eigentlich helfen wollen: Da werden Notärzte grundlos angegriffen, Krankenschwestern bedroht und Feuerwehrleute mit Gewalt an der Rettung gehindert. Auch Bürgervertreter und Personen der Öffentlichkeit sehen sich wachsenden Aggressionen ausgesetzt, müssen sich zunehmend schützen.

"Die Story im Ersten" beleuchtet diese Entwicklung unter dem Titel "Das verrohte Land – Wenn das Mitgefühl schwindet". Während Betroffene von Angriffen und Beleidigungen berichten, suchen Wissenschaftler nach den Ursachen der fehlenden Empathie.

Geschützt von Panzerglas

Im Bonner Rathaus ist der Empfangsschalter von dickem Panzerglas umgeben. Das ist nicht schon immer so. Erst seit die Mitarbeiterin hinter der Theke von einem Mann angegriffen wurde, muss sie geschützt werden. Eine Entwicklung, die sich landesweit beobachten lässt, wie die Reportage von Katja und Clemens Riha aufzeigt: Gerade in öffentlichen Einrichtungen, Behörden, Krankenhäusern und Feuerwehrstationen müssen die Mitarbeiter auf alles vorbereitet sein – physische Angriffe, wütende Mobs, aggressive Gaffer. Notfallknöpfe, Selbstverteidigungskurse und Deeskalationsseminare sollen im Notfall helfen.

Wo liegen die Gründe für die steigende Gewalt und den mangelnden Respekt? Warum müssen Helfer inzwischen Angst vor den Bürgern haben? Eine aufschlussreiche Spurensuche anhand aktueller Fälle.


Quelle: teleschau – der Mediendienst