Brutale Morde, rücksichtslose Erpressung, gigantische Kartelle: Das Geschäftsmodell der größten Verbrecher- und Mafiabosse scheint den üblichen Filmen entsprungen – war aber jahrzehntelang blutige Realität. In ganz besonderen Geschichtsstunden stellt nun der Pay-TV-Sender History in der Doku "Kingpin – Die größten Verbrecherbosse" die außergewöhnlichsten Exemplare dieser gewissenlosen Gattung vor.

Ab 14. Juli zeigt der Sender die vier jeweils 90-minütigen Episoden der Doku-Reihe jeden Samstag um 20.15 Uhr zum ersten Mal im deutschen Fernsehen. Im Fokus stehen dabei die Verbrechergrößen Pablo Escobar, Joaquin "El Chapo" Guzmán, James "Whitey" Bulger und John Gotti, die zum Teil in aufwendigen Reenactmentszenen porträtiert werden. Wie gelangten die kriminellen Bosse an die Macht? Wie setzten sie ihren Willen durch? Über wie viele Leichten gingen sie? Anhand von Originalaufnahmen, Interviews und nachgestellten Szenen geht die Doku den Hintergründen der Gangs, Kartelle und Mafiosi nach.

Jeder "Kingpin" erzählt eine ganz eigene Geschichte: So widmet sich die erste Folge dem Bostoner Verbrecher James Joseph "Whitey" Bulger, der in den 1970er-Jahren die verfeindeten irischen Gangs der Stadt vereinte und so zum obersten Verbrecherboss aufstieg. Ebenfalls an der Ostküste, aber in New York, herrschte Mafiaboss John Gotti, der in den 80er-Jahren zum Oberhaupt der Gambino-Familie wurde, dem einflussreichsten New Yorker Clan. Teil zwei zeigt seinen Aufstieg zum Untergrundherrscher der Metropole.

Erzählt wird in den weiteren Episoden auch die Story des kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar, der seit den 1970er-Jahren das Land gleichsam beherrschte. Auch seinem mexikanischen Kollegen Joaquin "El Chapo" Guzmán Loera, der sich derzeit in den USA vor Gericht verantworten muss, wird eine Folge der Doku gewidmet.


Quelle: teleschau – der Mediendienst