Wer sich schon immer gefragt hat, welches Kleidungsstück man(n) tragen muss, um Cindy Crawford zu gefallen, der bekommt in der Doku "Was Mann trägt" die Antwort. Und die ist unspektakulärer als erwartet. "Ein weißes T-Shirt, vor allem, wenn der Mann gut gebaut ist. Das gefällt mir am besten", so die Schöne. Damit steht sie nicht alleine da, Modedesigner Jonathan Anderson und Fotograf Pierre-Ange Carlotti stimmen ihr vollkommen zu.

Doch mit der Mode ist es wie mit vielem anderen, bei dem der persönliche Geschmack gefragt ist: Es kommt darauf an, an wen die Frage gerichtet ist. Lässt sich guter Stil also gar nicht definieren? Und wie sehr unterscheidet sich die Mode von heute von der Mode der vergangenen Jahrzehnte? Dem geht Loïc Prigent in seiner sehr unterhaltsamen Dokumentation nach. Eines wird schnell klar – glitzern darf es inzwischen nicht mehr nur bei den Frauen.

Egal ob Streetwear oder Anzug – sitzen muss das Outfit, damit der Herr von Welt als gut gekleidet gilt. Selbst im Jogginganzug darf der modebewusste Mann, sehr zum Schrecken von Karl Lagerfeld, heutzutage auf der Fashion Week auftauchen, Hauptsache, er passt wie angegossen und ist einigermaßen auffällig. Wer es dagegen gerne klassisch hält und einen schicken Anzug tragen möchte, der sollte – diesmal mit dem Segen von Herrn Lagerfeld – bei Dior vorbeischauen. "Dior macht die besten", so der Modezar in "Was Mann trägt". Das gilt natürlich nur für die, deren Geldbeutel gut gefüllt ist.

Anhand von skurrilen Archivaufnahmen und mithilfe von Bildern, die während der Woche der Männermode Anfang des Jahres in Paris entstanden sind, zeigt Loïc Prigent, wie sich die Männer-Mode in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, was heute als stilvoll gilt und was ein Mann durch die Wahl seines Outfits über sich verrät. Zudem erhält der Zuschauer einen Einblick, wie es hinter den Kulissen einer solchen Veranstaltung aussieht. Très chic!

In der Dokumentation "Pop Models", direkt im Anschluss, 22.45 Uhr, geht Olivier Nicklaus wiederum der Bedeutung von Topmodels in der Popkultur nach.


Quelle: teleschau – der Mediendienst