Mit Filmen wie "Das Leben des Brian" und der Serie "Flying Circus" schrieben Monty Python Geschichte. Laut einer BBC-Mitarbeiterin dürfe man heute allerdings keine Serie mehr produzieren, die nur von weißen Männern gemacht wird. "Heute müssen es viele verschiedene Menschen sein, die die moderne Welt widerspiegeln", so Shane Allen. Kultregisseur Terry Gilliam, der Monty Python einst mitbegründete, hat nun auf diese Kritik reagiert.

"Das bringt mich zum Weinen", sagte der 77-Jährige auf dem Karlovy Vary Filmfestival. "Heute braucht man dieses und jenes, damit jeder repräsentiert wird. Das ist Bullshit. Ich will kein weißer Mann mehr sein, ich will nicht mehr verantwortlich gemacht werden für alles, was in der Welt falsch läuft. Ich sage der Welt jetzt, dass ich eine schwarze Lesbe bin. Mein Name ist Loretta und ich bin eine SLT, eine schwarze, transsexuelle Lesbe." Wie der "Guardian" berichtet, erklärte Gilliam außerdem, die Aussage von Shane Allen habe ihn "wütend" gemacht: "Man stellt eine Comedy-Truppe nicht zusammen wie eine Boyband!"

Zuvor hatte sich bereits Monty-Python-Legende John Cleese via Twitter zu Allens Statement geäußert. "Unfair! Wir waren für unsere Zeit erstaunlich vielfältig. Wir waren drei Gymnasiasten, eine Schwuchtel, und Gilliam war, auch wenn er nicht schwarz war, ein Yankee."

Terry Gilliam stellte auf dem Filmfestival in Karlovy Vary (Karlsbad) seinen neuen Film "The Man Who Killed Don Quixote" vor, der in Deutschland am 27. September in den Kinos anläuft.


Quelle: teleschau – der Mediendienst