21 Stunden lang trieb sie auf dem offenen Meer. Unter sich nicht mehr als eine Luftmatratze. Überlebenschancen: gering. Nach ihrer wundersamen Rettung hat die russische Touristin Olga Kuldo, die am vergangenen Donnerstag von der starken Strömung ins Mittelmeer vor Kreta gezogen wurde, RTL nun ein exklusives Interview gegeben.

"Ich habe gesungen, gezählt, wie oft ich paddele", berichtet die 55-Jährige in dem Beitrag, der am Mittwoch (4. Juli, 18 Uhr) im RTL-Magazin "Explosiv" ausgestrahlt wird. Sie habe die ganze Zeit an ihre Liebsten gedacht, was mit ihnen werde. "Es war der absolute Horror. Nicht, dass sie meine Leiche finden. Das waren meine furchtbaren Gedanken, aber ich habe versucht, den Horror von mir wegzuhalten und es nicht an mich rankommen zu lassen, mich nicht der Angst, der Dunkelheit hinzugeben."

Nachdem ihr Mann die Seerettung alarmiert hatte, musste die russische Ärztin ohne Essen und Trinken die ganze Nacht auf dem Meer ausharren, ehe die griechische Küstenwache sie zwölf Kilometer vor dem Küstenort Rethymno orten konnte.

Über den dramatischen Moment der Rettung spricht auch Tochter Yulia (28) bei RTL-"Explosiv". Als ihr die Nachricht zugetragen wurde, sie sei ohnmächtig geworden. "Jemand hat mir auf die Wangen gehauen, damit ich wieder zur Besinnung komme, und ich weiß noch, dass ich den Gedanken hatte: Ich muss schnell auf mein Zimmer und es meinem Papa erzählen, damit er auch nicht mehr so leiden muss wie ich."


Quelle: teleschau – der Mediendienst