Das Werk der Autorin Juli Zeh scheint für Adaptionen wie geschaffen: Romane wie "Schilf" schafften es auf die Theaterbühne, ihr Durchbruch "Spieltrieb" wurde 2013 von Gregor Schnitzler verfilmt. Einen der größten Bestseller der Bonner Schriftstellerin setzt nun das ZDF fürs Fernsehen um: Unter der Regie von Matti Geschonneck ("In Zeiten des abnehmenden Lichts") wird aktuell die Adaption von "Unterleuten" gedreht. Die Geschichte um das titelgebende brandenburgische Dorf 30 Jahre nach dem Mauerfall erzählt Zeh aus den verschiedenen Perspektiven der bisweilen sehr schrägen Einwohner.

Im Roman wie im Film geht es um Konflikte zwischen alteingesessenen Ossis und zugezogenen Wessis, um Verrat, Intrigen und den Streit wegen einer Windkraftanlage, die nahe des Dorfes errichtet werden soll. Die verschiedenen Sichtweisen, die das Buch reizvoll machten, sollen auch in der Verfilmung beibehalten werden: "Die Frage nach Wahrheit oder Täuschung wird in diesem Mikrokosmos immer wieder neu gestellt, und wie im Roman von Juli Zeh werden sich die vielen kleinen und großen Geschichten als Mosaik lebendig zusammensetzen", formulierte es ZDF-Filmredaktionsleiter Frank Zervos.

Prominente Besetzung

Nichts ist, wie es scheint: Für dieses Gefühl sorgt in der filmischen Umsetzung ein deutsches Starensemble, unter anderem mit Alexander Held, Charly Hübner, Bettina Lamprecht, Bjarne Ingmar Mädel, Ulrich Noethen, Jörg Schüttauf, Miriam Stein, Mina Tander, Rosalie Thomass und Thomas Thieme. Letzterer etwa übernimmt die Rolle des Rudolf Gombrowski, seines Zeichens alteingesessener Chef eines Landwirtschaftsbetriebs und größter Arbeitgeber im Ort. Gedreht werden soll bis Oktober in Berlin und Brandenburg, ein Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest.


Quelle: teleschau – der Mediendienst