Schauspieler Jean-Claude Van Damme hat mit schwulenfeindlichen Aussagen für Aufruhr gesorgt. In der französischen Talksendung "On n'est pas couché" sagte der 57-Jährige, die Rolle einer Frau sei es, zu Hause bei den Kindern zu bleiben, während der Mann arbeiten gehe.

Als die französische Gleichstellungsministerin Marlène Schiappa, die ebenfalls zu Gast war, von ihm wissen wollte, wie diese Rollenaufteilung bei gleichgeschlechtlichen Paaren funktionieren solle, antwortete Van Damme: "Männer, die andere Männer heiraten? Männer heiraten, Frauen heiraten, Hunde heiraten ... Heutzutage heiratet jeder, und jeder lässt sich scheiden."

Schiappa bezeichnete die Aussagen des Schauspielers daraufhin als "schockierend": "Menschen werden beleidigt und geschlagen, weil sie homosexuell sind. Wir sollten sie unterstützen, anstatt uns über sie lustig zu machen und zu sagen, sie wären Hunde." Daraufhin erklärte Van Damme zwar, er habe schwule Freunde und finde es in Ordnung, wenn diese heiraten würden. "Aber die Frage ist: Wenn all die Jungs sich heiraten und all die Frauen auch, wer soll dann noch Kinder bekommen?"

Wie das französische Portal "LCI" berichtet, seien nach der Sendung mehr als 20 Beschwerden eingegangen. Auch auf Twitter gab es Kritik an Van Damme: "Heirate einen Hund!", schreibt ein Nutzer. Der Schauspieler selbst hat bereits fünf Mal sein Ja-Wort gegeben.


Quelle: teleschau – der Mediendienst