Nach den schweren Vorwürfen gegen den deutschen Regisseur und Filmproduzenten Dieter Wedel, sexuelle Übergriffe begangen zu haben, hat das ZDF eine interne Untersuchung dazu abgeschlossen. Überprüft worden waren im Auftrag von ZDF-Intendant Thomas Bellut jene ZDF-Produktionen, an denen Wedel als Regisseur und Autor mitwirkte.

Die Juristin Karin Breckwoldt hatte bestehende Unterlagen aus den Senderarchiven geprüft, an den Produktionen beteiligte Mitarbeiter befragt und war externen Hinweisen nachgegangen. Der Abschlussbericht kommt laut ZDF-Pressemeldung zu dem Schluss, "dass dem ZDF keine Hinweise zu möglichen sexuellen Übergriffen von Dieter Wedel vorlagen". Weiter heißt es: "Über die erhobenen Vorwürfe der Schauspielerinnen und der an der Produktion Beteiligten im Zusammenhang mit den Produktionen 'Der große Bellheim', 'Der Schattenmann' und 'Die Affäre Semmeling' konnten zudem keine neuen Erkenntnisse gewonnen werden."

Nach den Berichten der Wochenzeitung "Zeit", in denen Schauspielerinnen von Übergriffen Wedels berichtet hatten, war eine Schauspielerin auch direkt auf das ZDF zugekommen. Die Frau, die anonym bleiben will, setzt sich laut ZDF "für gesellschaftliche und branchenspezifische Veränderungen ein, die unangemessenes Verhalten, Belästigung und Diskriminierung nicht tolerieren".

Weiter heißt es seitens des ZDF: "Sollten Hinweise von weiteren Betroffenen eingehen, werden diese umfassend untersucht." Zitiert wird auch Intendant Bellut: "Das ZDF steht für ein Arbeitsklima, das frei ist von Diskriminierung und Belästigung jeglicher Art. Dies gilt auch bei unseren Auftragsproduktionen. Nachweislicher Machtmissbrauch wird durch das ZDF und die beteiligten Produktionsfirmen arbeitsrechtlich geahndet".


Quelle: teleschau – der Mediendienst