Lang hat's gedauert, nun ist es endlich soweit: ProSieben nimmt erstmalig eine japanische Anime-Serie ins Abendprogramm. Der Sender strahlt ab Dienstag, 27. Februar, die 25 Episoden von Staffel eins der international erfolgreichen Animationsserie "Sword Art Online" als Deutschland-Premiere aus. Ausgestrahlt wird die Reihe in Doppelfolgen ab 23.05 Uhr.

In der Serie geht es den jungen Kirito, der für das Online-Multiplayer Rollenspiel "Sword Art Online" in eine virtuelle Welt eintaucht. Der Clou dabei: Der VR-Helm verbindet sich direkt mit dem zentralen Nervensystem, wodurch eine täuschend echte Immersion in eine mittelalterliche Fantasywelt gelingt. Allerdings hat die ganze Sache einen gravierenden Haken: Der Erfinder des Videospiels offenbart den ersten 10.000 Spielern, dass sie alle 100 Level inklusive der Bossgegner bezwingen müssen, um wieder in die echte Welt zurückkehren zu können! Legen sie den Helm ab, sterben sie. Dasselbe Schicksal ereilt sie bei einem Tod in der virtuellen Welt – dann heißt es auch in der Realität "Game Over"!

Reki Kawaharas "Sword Art Online"-Franchise erschien ursprünglich als Light Novel-Reihe, wurde dann aber zur Manga-, Anime- und Videospiel-Serie ausgeweitet – und all das mit gigantischem Erfolg: Alleine die Hauptreihe der Jugendbücher zählt bislang 20 Romane, die sich über 19 Millionen mal weltweit verkauften. Für die Regie der Serie zeichnet Tomohiko Ito verantwortlich. Als Regieassistent von Anime-Meister Mamoru Hosoda durfte er bereits bei "Summer Wars" Science-Fiction-Erfahrung sammeln. Dort war ebenfalls das Thema Virtuelle Realität zentral für die Geschichte.

Mit seiner Prämisse trifft "Sword Art Online" den Nerv der Zeit, erscheint doch in diesem Jahr mit Steven Spielbergs Romanadaption "Ready Player One" sogar ein Hollywood-Blockbuster, der sich dem VR-Trend widmet. Auch das Konzept, dass Jugendliche auf Leben und Tod kämpfen müssen, hat sich in den vergangenen Jahren bereits mit dem "Tribute von Panem"-Franchise in anderer Form bewährt.

Auf ProSieben MAXX tummeln sich schon seit geraumer Zeit zahlreiche Vertreter japanischer Animationskunst wie "Detektiv Conan", "Attack on Titan" oder "One Piece". Ob "Sword Art Online" mit seiner Mischung aus Sci-Fi und Fantasy im Angebot des Hauptsenders ebenfalls reüssieren kann, bleibt abzuwarten.


Quelle: teleschau – der Mediendienst