Viel zu harmonisch ging es in den vergangen Staffeln "Dschungelcamp" zu. Bei den Zuschauern kam Langeweile auf. Einem weiteren Harmonie-Camp steuerte RTL in der 13. Staffel deshalb schon beim Casting entgegen und engagierte in "Currywurstmann" Chris Töpperwien und Angeblich-Millionär Bastian Yotta zwei Streithähne. Eine berechnende wie wirksame Maßnahme.

Seit Tag eins geben sich die zwei Auswanderer verbal auf die Mütze. Und das ist wesentlich unterhaltsamer als Giseles verheulte Dauerbewässerung des Camps. Beim Einzug ignoriert Chris Töpperwien seinen Rivalen zunächst, verweigert ihm den Handschlag. "Ich muss ihm hier jetzt nicht auf die Fresse hauen, ich muss ihm aber auch nicht wieder begegnen, wenn das Ding hier zu Ende ist", sagt Chris. Doch schon in der zweiten Folge von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" tritt der Konflikt offen zutage: Als "der Yotta" den "Currywurstmann" vor einer Spinne rettet, kränkt er das Ego seines Rivalen nachhaltig. Zudem geht Bastian mit seinem "Miracle Morning", einer Art Motivationsmantra für penetrante Morgenmenschen, nicht nur Chris, aber vor allem Chris auf die Nerven.

In Folge drei steht der Streit dann vor der Eskalation. Der Grund: Es soll ein Rotationsprinzip bei den Betten eingeführt werden, damit nicht immer dieselben verlorenen Seelen auf dem Boden schlafen müssen. Das sieht Chris überhaupt nicht ein. Er hat ja schließlich beim Einzug ein bequemes Bett ergattert. "Wenn hier einer 100.000 Euro gewinnt, kriege ich ja auch nichts davon ab. Ich kann nicht auf dem Boden schlafen! Mache ich nicht!", sagt Chris. Der Yotta findet diese Haltung ganz schön egoistisch. Später lästert Chris mit Gisele über seinen Erzfeind. "Ich finde den ganz fürchterlich den Typ. Ich weiß, was das für eine linke Bazille ist, der Typ."

Bastian Yotta und Chris Töpperwien – was steckt hinter dem Streit?

Doch warum mögnen sich Chris und Bastian nicht? Es geht um die verheerenden Waldbrände in Kalifornien, Spenden und eine zerbrochenen Männerfreundschaft. Als die Waldbrände in ihrer Wahlheimat Kalifornien wüten, rufen beide Männer, die sich bis dahin schätzen, zu Spenden auf. Chris passt es allerdings nicht, dass Bastian die Fans bittet, das Geld zuerst auf sein Konto statt direkt an eine Spendenorganisation zu überweisen. In den sozialen Medien beschimpfen sich beide gegenseitig aufs Übelste, es geht auch unter die Gürtellinie. "Ich habe ganz viele Mails von seinen Fans bekommen, die gebettelt haben, dass ich ihm die Meinung sage. Wie er sie betrogen hat mit Überweisungen, mit Versprechungen – die Leute haben ihr Geld nie wieder bekommen. Jetzt kommt der hier rein und macht einen auf Motivator und den großen Zampano", erzählt Chris im Camp Gisele.

Wer entscheidet die Fehde für sich?

Noch ist alles offen. In der ersten Folge hat Chris in der Gunst der Zuschauer klar die Nase vorn. Yottas Rolle als Motivations-Guru inklusive plus Personal Coaching für Heulboje Gisele finden die meisten Zuschauer genauso albern, wie Chris und einige andere Camp-Bewohner (z.B. Sandra Kiriasis). Doch dann bietet Chris seinem Rivalen die Chance, sich wegen einer kleinen, harmlosen Spinne als Retter aufzuspielen und verliert die Contenance. Und der Ego-Trip bei der Bettenwahl lässt den "Currywurstmann" in der Gunst der Zuschauer weiter sinken. Sie wählen Chris zusammen mit Dauergast Gisele in die nächste Dschungelprüfung. Dass der Yotta mal eben dreist von einem von ihm selbst begangenen Regelverstoß ablenkt? ("Wer hat im Weiher gespült?" "Das spielt doch überhaupt keine Rolle!") Geschenkt. 

Auch Chris selbst sieht wohl ein, dass sein Rivale derzeit besser im Rennen liegt. "Ich habe gedacht, dass er die Kontrolle schneller verliert. Aber er ist relativ abgewichst. Ich verliere eher meine Kontrolle", gibt er im Gespräch mit Gisele zu, um dann verbal erneut die Kontrolle zu verlieren. "Am liebsten hätte ich ihn abgeknallt, ganz ehrlich."

Wir geht es weiter zwischen Töpperwien und Yotta?

Die Dschungelprüfung ist nun Chris' Chance, sich zu profilieren. Doch genauso gut kann das Ganze für den Wurstmann komplett nach hinten losgehen, sollten er und Gisele versagen. Auf jeden Fall muss er seine Souveränität wiedererlangen, um den Gegner auszukontern. Doch das wird nicht einfach. "Ich dachte ich komme damit locker flockig zurecht, so einfach neben Leuten herzu leben. Aber es ist schwer", sagt er.

Doch Chris wittert seine Chance: Dass Yotta während seiner morgendlichen Yoga-Stunde hauptsächlich auf Englisch spricht, ist eigentlich nicht erlaubt. Die Camper sind von RTL dazu angehalten, ausschließlich Deutsch miteinander zu sprechen. "Oh ja, das ist ein kompletter Regelverstoß! Wenn ich Teamchef werde, werde ich ihm das verbieten!", kündigt Chris an.

Vielleicht steht den beiden bald auch eine gemeinsame Schatzsuche bevor? Oder gar eine gemeinsame Dschungelprüfung RTL wird's schon richten. Alles andere wäre fahrlässig. RTL wird jedenfalls hoffen, dass der Streit den Abwärtstrend bei den Quoten vielleicht doch noch stoppen kann.


Quelle: areh