Im kommenden Jahr dürfen Frauen in Saudi-Arabien nach einem Erlass des Königshauses ihren Führerschein machen. Endlich, so die Meinung hier im Westen. Tatsächlich rührt sich einiges in dem ultrakonservativen Golfstaat, das hierzulande so nicht bekannt gewesen war. "Weltspiegel"-Moderatorin Ute Brucker erhielt exklusive Einblicke in eine bislang verschlossene Welt.

Sie berichtet in einer Extraausgabe des ARD-Magazins unter anderem darüber, wie junge gut ausgebildete Frauen aus den Universitäten Saudi-Arabiens verstärkt in die Geschäftswelt drängen. Eine, die diese Entwicklung anschob, ist Huda Al Ghoson. Sie ist Managerin bei der staatlichen Ölgesellschaft Aramco. Wenn sie die Sitzungen ihres Teams leitet, sitzt sie nicht etwa in einem traditionell schwarzen Umhang vor ihren Mitarbeitern – darunter auch Männer. Wie im Westen üblich trägt sie Business-Hosenanzug.

Al Ghoson sagt, es gebe Fortschritte bei den Frauenrechten in ihrem Land. Doch noch seien nur erste Schritte gemacht worden. Dass den Frauen nun das Autofahren erlaubt werde, bezeichnet neben der Managerin auch Fotografin Madeha Al Ajroush als Durchbruch. Sie muss es wissen. Die Aktivistin kämpfte seit den 1990er-Jahren für das Recht aufs Autofahren. Deshalb wurde sie in dem Saudi-Arabien der Vergangenheit mehrfach festgenommen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst