Vildan Cirpan

"GZSZ"-Schauspielerin klagt über Hetze wegen Kopftuch

Seit Kurzem spielt Vildan Cirpan in der der RTL-Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" mit. In der Rolle trägt sie ein Kopftuch - und wird deshalb nach eigener Aussage im Netz angefeindet.

Die "Kopftuchdebatte" macht auch vorm RTL-Dauerbrenner "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" nicht Halt. Besonders eine Darstellerin bekommt Hetze aus dem Netz aktuell besonders heftig zu spüren: Vildan Cirpan ist in der Serie seit Kurzem als die neue Ärztin Nazan im Jeremias-Krankenhaus zu sehen – und trägt in der Rolle ein Kopftuch. Doch obwohl ihre ersten Szenen zum Schmunzeln waren, blieb so manchem Zuschauer das Lachen im Halse stecken.

Die 28-Jährige, die im echten Leben kein Kopftuch trägt, hatte wohl damit gerechnet, dass das Feedback nicht nur positiv ausfallen würde. Aber die Anti-Haltung vieler Fans macht sie doch nachdenklich. In einem RTL-Interview gesteht Vildan Cirpan, "dass mir persönlich erst jetzt bewusst wird, welcher Herausforderung Frauen mit Kopftüchern in ihrem Alltag begegnen müssen. Wenn Frauen freiwillig das Kopftuch tragen, verstehe ich die Aufregung um ein Stück Stoff nicht!" Sie stehe da drüber, versicherte sie, andererseits finde sie es bedauerlich, wie viel Zeit sich Leute nehmen, um Hass und Negativität zu verbreiten. "Gerade zur aktuellen Krisenzeit sollten wir das Bewusstsein doch besser in Liebe, Vernunft und Vertrauen geben und die eigene Energie in Sinnvolleres stecken."

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Auch die GZSZ-Produzentin Petra Kolle meldete sich bei diesem Thema zu Wort: "Die neue Rolle Nazan ist eine selbstbewusste, intelligente junge Frau mit einem wunderbar trockenen Humor." Sie trage ein Kopftuch als Ausdruck ihres Glaubens an eine der großen monotheistischen Religionen unserer Welt, die alle denselben Ursprung haben. "Wenn wir alles richtig machen, die Geschichten gut erzählen und umsetzen, dann hoffen wir – wie sonst auch – auf Empathie mit der Figur."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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