Millionen Fans warten sehnsüchtig auf die letzte Staffel von "Game of Thrones". Und jeder hat seine eigene Theorie. Informatiker spoilern das mögliche Ende nun aus wissenschaftlicher Sicht.

Wer nichts von dem auf einem Algorithmus basierenden möglichen Spoiler wissen möchte, sollte nun also nicht weiterlesen.

Seit Monaten ranken sich im Internet die wildesten Theorien, wie HBO seine Bombast-Serie "Game of Thrones" zu Ende bringt. Noch bis zum 14. April müssen sich die Fans von Jon Snow und Co. gedulden, dann startet endlich die finale achte Staffel. Besonders an der Frage, wer am Ende auf dem begehrten Eisenthron sitzen wird, scheiden sich die Geister. Nicht aber für Studierende des Informatik-Seminars an der Technischen Universität München, die sich nach eingehenden Studien sicher sind: Daenerys Targaryen wird zum Finale die Herrschaft übernehmen.

Ihre Überzeugung machen die Studenten an einem Algorithmus fest, den sie unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz programmiert haben. Er schreibt den einzelnen Charakteren der Serie eine Überlebenschance zu. Demnach wird Daenerys die "GoT"-Welt mit einer 99-prozentigen Wahrscheinlichkeit überdauern. Tyrion Lannister, die rechte Hand des Königs, hat mit 97 Prozent ebenfalls eine große Chance, zu überleben. Wer hinter diesen Langlebigkeitsanalysen statt einer zuverlässigen Vorhersage Humbug vermutet, dem seien frühere Forschungen der Studenten ans Herz gelegt. Im Vorfeld der Ausstrahlung der sechsten Staffel von "Game of Thrones" prognostizierten sie eine Wiederauferstehung Jon Snows – und lagen damit goldrichtig.

Dr. Guy Yachdav, der leitende Mentor des Kurses, stellte die Verknüpfung fiktiver Inhalte mit realen Technologien heraus: "Während die Aufgabe, Überlebenschancen für 'Game of Thrones'-Charaktere vorauszusagen, auf Daten aus der Welt der Phantasie beruht, werden in der Realität dieselben Techniken der künstlichen Intelligenz verwendet und haben einen starken Einfluss auf unseren Alltag."

Auch Professor Burkhard Rost, Leiter des Lehrstuhls für Bioinformatik der TUM, zeigte sich begeistert von dem Projekt: "Die Kombination von Lehre und Leidenschaft ist eine brillante Möglichkeit, Studierenden Erfahrungen im Umgang mit diesen neuen Werkzeugen zu vermitteln und sie darauf vorzubereiten, nach ihrem Abschluss selbst großartige, neue Anwendungen zu schaffen."


Quelle: teleschau – der Mediendienst