Vor einigen Jahren sorgte Martin Kippenbergers Kunstwerk "Zuerst die Füße", das einen ans Kreuz genagelten Frosch darstellt, für einen Skandal, der Papst Benedikt XVI. auf den Plan rief und gar in einem Hungerstreik gipfelte. Auch die "heute-show" musste sich nun gegen ähnlich gelagerte Anfeindungen zur Wehr setzen.

Die Satiresendung hatte Anfang April das Bild eines gekreuzigten Osterhasen gezeigt, woraufhin bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Mainz mehrere Strafanzeigen eingingen. Wie "Spiegel Online" berichtet, wurde ein Ermittlungsverfahren gegen Moderator Oliver Welke nun allerdings abgelehnt.

"Es ist nicht feststellbar, dass der in Rede stehende Beitrag – mag er auch manchen als geschmacklos erscheinen oder gläubige Christen empören – dergestalt beschimpfenden Charakter im strafrechtlichen Sinne hätte, dass er Glaubensinhalte verächtlich machen würde und deshalb geeignet wäre, den öffentlichen Frieden zu stören", heißt es in einer Stellungnahme der Leitenden Oberstaatsanwältin Andrea Keller.

Die "heute-show" hatte das fragliche Bild in einem satirischen Beitrag über Ostertraditionen gezeigt. Der Osterhase sei eine "zentrale Figur der christlichen Mythologie", so Moderator Welke. Gezeigt wurden außerdem Szenen, die den Osterhasen beim letzten Abendmahl sowie zusammen mit dem Apostel Judas zeigen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst