Die französische Dokumentation "Mein gelobtes Land" erzählt über knapp zwei Stunden die Geschichte jenes Landes, dessen Staatsgründung vor 70 Jahren die sofortige Kriegserklärung seiner Nachbarn zur Folge hatte.

Die Dokumentarfilmer Blanche Finger und William Karel verfolgen die Geschichte Israels von Theodor Herzls erstem Zionistenkongress 1897 über die umstrittene Staatsgründung am 14. Mai 1948 bis hin zur Historie des Nahostkonflikts. Eine lehrreiche Auffrischung und Vertiefung von vielleicht halbgarem Geschichtswissen, das am Abend durch weitere Programme ergänzt wird.

Nach einer 20-minütigen Gesprächsrunde zum Thema des Abends folgt um 22.20 Uhr der vom WDR produzierte, neue Dokumentarfilm "Inside Mossad", in der israelische Agenten von einem der mythischen Geheimdienste der Welt erzählen. Nach dem 90-Minüter folgen um 23.50 Uhr die Dokus "Städte am Meer: Tel Aviv" und um 0.35 Uhr "Ben Gurions Vermächtnis".

Die auf eine langsame Art faszinierende Doku ist die Bearbeitung eines verschollen geglaubten Sechs-Stunden-Interviews, das 1968 mit dem damals 82-jährigen Staatsgründers Israels geführt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich längst in die Wüste zurückgezogen. Der Film ist eine elegische Reflexion über Israel, das Leben und dem Sinn von beidem.

Die letzte Doku des Abends, "Martin Buber, Religionsphilosoph und Humanist" über einen der bekanntesten jüdischen Denker und Intellektuellen des 20. Jahrhunderts, beendet zwischen 1.30 Uhr und 2.30 Uhr ARTEs Mammutstrecke über das schillernde Thema Israel.


Quelle: teleschau – der Mediendienst