Mutmaßliche Kriegsverbrecher aus Syrien sollen im Zuge der Flüchtlingswelle ebenfalls nach Deutschland gelangt sein. Die Reporter des Magazins "Fakt" haben Zeugen aufgetan, die über deren Taten berichten. 

"Ich weiß, dass er Ärzte daran gehindert hat, Verletzte zu versorgen. Ich habe gesehen, wie er Minderjährige für seinen Krieg missbraucht hat. Ich war dabei, als er den Befehl gegeben hat, auf Zivilisten zu schießen." – Mit diesen Worten berichtet der aus Syrien geflüchtete Ahmad über einen vermeintlichen Kriegsverbrecher. Nur aber lebt dieser mit so schrecklichen Taten beschriebene Mann nicht mehr im ehemals hart umkämpften Aleppo.

Wie Ahmad, der sich und seiner Familie ein neues Leben aufbauen konnte, hat es auch der Täter nach Deutschland geschafft. Als vermeintlicher Flüchtling. Peiniger und Opfer sind, obwohl rund 3.000 Kilometer von ihrem eigentlichen Heimatland entfernt, jetzt nur noch knapp eine Autostunde irgendwo in Nordrhein-Westfalen voneinander entfernt.

In der aufwühlenden Reportage von Florian Farken, Tarek Khello und Christian Werner, die nun im Rahmen von "Exclusiv im Ersten" zu sehen ist, ist es den Reportern des Magazins "Fakt" gelungen, bisher von den Behörden unbehelligte mutmaßliche Kriegsverbrecher aufzuspüren, um sie mit ihren Taten zu konfrontieren. Zuvor haben sie belastende Aussagen wie Ahmads zusammengetragen.

"Ich weiß, wozu dieser Mann in Syrien fähig war – natürlich habe ich jetzt Angst. Deutschland ist doch ein Rechtsstaat. Warum darf dieser Verbrecher hier frei rumlaufen?", fragt Ahmad. Er sollte diese Frage nicht nur in einem Film stellen. Sondern an Politiker und Behörden, die diesen unerträglichen Missstand auch mit zu verantworten haben.


Quelle: teleschau – der Mediendienst