Mit "Kruso" zeigte die ARD am Mittwochwabend eine ambitionierte Literatur-Verfilmung. Zahlreiche Zuschauer beschwerten sich aber über nuschelnde Schauspieler und einen nicht-authentischen Drehort.

Die Verfilmung von Lutz Seilers gefeierten Roman "Kruso", der 2014 den Deutschen Buchpreis gewann, handelt von einer Aussteigertruppe auf Hiddensee im Jahre 1989. Gedreht wurde aber nicht auf der Insel in Mecklenburg-Vorpommern, sondern in Litauen. Dass Filme und Serien aus Produktionsgründen nicht an Original-Schausplätzen gedreht werden, ist nicht ungewöhnlich. Doch bei einigen Zuschauern blieb der Nostalgie-Faktor auf der Strecke.

 

Noch mehr zu schaffen machte vielen Zusehern der Ton. Zahlreiche Twitter-User beschwerten sich, dass sie die Dialoge kaum verstehen könnten. Nuschelnde Schauspieler und eine schlechte Abmischung wurden kritisiert.

Doch trotz dieser Probleme gab es auch postive Kritik im Netz. Bei manchem TV-Zuschauer weckte der Film mit Albrecht Schuch und Jonathan Berlin in den Hauptrollen sogar noch einmal Lust auf das Buch.

Insgesamt schalteten 3,27 Millionen Zuschauer ein, das bedeutete für die ARD zur Primetime einen Marktanteil von 11,2 Prozent.