In "Zweibettzimmer" hat das ZDF immerhin eines geschafft: Mehr Klischees, als in diese Komödie, passen kaum in 90 Minuten.

Jacqueline (Carol Schuler) ist ein Plappermaul, hat drei Kinder von drei Männern und schminkt sich, als wäre sie farbenblind. Außerdem stemmt Jacky vier Minijobs, weshalb sie seit Kurzem "Rücken" hat und auf Reha muss. Trotzdem hält sie ihre Mitmenschen mit ihren Geschichten bei Laune.

Doch eine ist von Miss Frohgemut überhaupt nicht angetan: Oberärztin Konstanze (Anja Kling) hat die Zügel gerne fest in der Hand. Doch vor Kurzem hat sie sich das Knie verletzt und muss sich auf Reha ein Zimmer mit Jacky teilen. Da sind sie also: Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, werden in der Komödie "Zweibettzimmer" (2017), die das ZDF zur Primetime wiederholt, in ein eben solches gepfercht und mit Klischees überhäuft.

Astrid Ruppert (Drehbuch) und Isabel Kleefeld (Regie) lassen in einer Rehaklinik in einem "Zweibettzimmer" eine Oberärztin und eine Kosmetikerin aufeinander los. So ambitioniert Anja Kling und vor allem Carol Schuler ihre Rollen auch spielen – zu retten ist bei der lahmen Geschichte nicht mehr viel.


Quelle: teleschau – der Mediendienst