Er sollte der Nachfolger von Stefan Raab beim Showflaggschiff von ProSieben werden: Nun geht Steffen Henssler von Bord. Nach acht Ausgaben des Duell-Marathons "Schlag den Henssler" gibt der als TV-Koch bekannt gewordene Hamburger auf. Die am vergangenen Samstag ausgestrahlte Ausgabe der Show bleibt seine letzte.

"Mir war von Anfang an klar, dass es kein Spaziergang wird, diese Sendung zu übernehmen", begründet der 45-Jährige den Schritt. "Ich habe alles gegeben, aber man braucht nicht lange um den heißen Brei herumzureden: Der Zuschauer will mich in dieser Rolle nicht sehen, und das muss man einfach akzeptieren."

In der Tat sprachen die Einschaltquoten eine klare Sprache. Nach 1,72 Millionen Zuschauern bei Hensslers Premiere im September 2017 waren ein Jahr später nur noch etwas mehr als eine Million Zuschauer übrig. In der für Privatsender wichtigen Kernzielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer hatte die achte und letzte Ausgabe einen indiskutablen Marktanteil von nur 7,9 Prozent. Zum Vergleich: Unter Hensslers Vorgänger hatte "Schlag den Raab" in Spitzenzeiten fast vier Millionen Zuschauer und Zielgruppenmarktanteile von bis 35 Prozent.

Für Henssler heißt es jetzt: "Mund abwischen und ab ins nächste Abenteuer." Er möchte sich "ausdrücklich bei allen Verantwortlichen von ProSieben und Brainpool für die tolle Zeit und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken", wird der Stargastronom zitiert. ProSieben-Senderchef Daniel Rosemann respektiert "Steffen Hensslers Wunsch, einen nächsten Schritt zu gehen" und bedankte sich einer Stellungnahme "für eine gute gemeinsame Zeit".

In alter Rolle als TV-Koch sehen VOX-Zuschauer Steffen Henssler am kommenden Sonntag, 30. September, 20.15 Uhr, in einem allerdings nur einmaligen Comeback-Special von "Grill den Profi". Überraschungs-Kontrahent in der von Ruth Moschner moderierten Sendung ist Tim Mälzer.


Quelle: teleschau – der Mediendienst