Die True-Crime-Dokumentation "Making a Murderer" ist bis heute eine der meist diskutierten Netflix-Serien. Das Schicksal von Steven Avery, einem unter zweifelhaften Umständen wegen Mordes verurteilten Amerikaners, fesselte 2015 die Zuschauer. Nun hat der Streaming-Anbieter den Starttermin der zweiten Staffel bekanntgegeben.

Wie Netflix mitteilte, wird "Making a Murderer Part 2" ab dem 19. Oktober zur Verfügung stehen. Die zweite Staffel begleitet Avery und dessen Neffen Branden Dassey nach ihrer Verurteilung zu lebenslanger Haft. Im Mittelpunkt wird außerdem Averys neue Anwältin Kathleen Zellner stehen, die beweisen will, dass ihr Mandant zu Unrecht für den Mord an der Fotografin Teresa Halbach verurteilt wurde.

Wie die erste Staffel umfasst auch der zweite Teil zehn Folgen. Für Staffel 1 verfolgten die Regisseurinnen Laura Ricciardi und Moira Demos den Fall zehn Jahre lang. Avery war 1985 wegen Vergewaltigung zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Unschuldig, wie später eindeutig bewiesen wurde.

Zurück in Freiheit wurde der Automechaniker dann wegen Mordes an Teresa Halbach angeklagt. Trotz einiger Ungereimtheiten wurde Avery verurteilt und sitzt seit 2007 wieder im Gefängnis. Auch sein lernbehinderter Neffe Brendan Dassey wurde verurteilt, weil er am Mord beteiligt gewesen sein soll. Beide beteuern bis heute ihre Unschuld. Dasseys Anwälte Laura Nirider und Steven Drizin wollen in der zweiten Staffel beweisen, dass das erste Geständnis ihres Mandanten von der Polizei erzwungen wurde.

Nach Ausstrahlung der ersten Staffel gab es zahlreiche Petitionen, die die Freilassung von Avery und Dassey forderten. Die Familie des Opfes hatte die Doku allerdings scharf verurteilt. Die Macher wiesen Vorwürfe, wonach die Geschehnisse einseitig dargestellt wurden, zurück.