Es ist keine leichte Situation für Tänzer und Jury bei "Let's Dance": Ohne Publikum im Studio mag keine rechte Stimmung aufkommen, dennoch müssen alle mit Spaß bei der Sache sein. Schließlich sendet RTL auch deshalb weiter, damit die Zuschauer zu Hause in der Corona-Krise etwas Abwechslung haben.

Jurorin Motsi Mabuse gibt zu, dass ihr die Situation zu schaffen macht. "Natürlich machen auch wir uns Sorgen um unsere Familien und unsere Gesundheit", sagt die ehemalige Profi-Tänzerin, die gemeinsam mit ihrem Ehemann eine Tanzschule betreibt. Das Team von "Let's Dance" sei "super vorsichtig", um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Im Interview mit RTL nach der vierten Live-Show kann Motsi Mabuse die Tränen nicht zurückhalten. "Das ist nicht mein 'Let's Dance'", sagt sie. Doch sie will weiter für gute Laune sorgen. "Ich muss selberr kämpfen. Wir müssen alle kämpfen", sagt sie.

Dankbar ist die Jurorin für einen kleinen Trick, dem sich RTL bedient, um künstlich ein bisschen Atmosphäre zu erzeugen: Applaus vom Band. "Das finde ich gut, das fühlt sich echt an", meint Mabuse. "Ich bin froh, dass der da ist. Sonst wäre hier echt schlechte Stimmung."

Abgesehen vom fehlenden Studio-Publikum und die Vorsichtsmaßnahmen hat das Coronavirus weitere Auswirkungen auf "Let's Dance". So ist John Kelly mittlerweile endgültig ausgestiegen. Neben einem Krankheitsfall in der Familie, der laut RTL nicht mit COVId-19 in Zusammenhang steht, ist auch die schwierige Situation in Kellys spanischem Heimatort ein Grund. Spanien ist eines der Länder, das am heftigsten von der Corona-Epidemie getroffen wurde. Für John Kelly und Partnerin Regina Luca rücken die eigentlich schon ausgeschiedenen Loiza Lamers und Andrzej Cibis nach.

Die Fernsehzuschauer sind indes dankbar für die Abwechslung. Am vergangenen Freitag schalteten im Schnitt 4,9 Millionen Menschen bei "Let's Dance" ein - Staffelbestwert.