Lys Assia, die Schweizer ESC-Siegerin von 1956, ist am vergangenen Samstag 94-jährig in einem Schweizer Krankenhaus verstorben. Sie hatte in der Vergangenheit vermehrt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Vor 62 Jahren siegte sie bei der ersten Austragung des Grand Prix Eurovision de la Chanson im Schweizerischen Lugano: Den Wettbewerb, der heute unter dem Titel Eurovision Song Contest firmiert, konnte Assia mit dem Lied "Refrain" in ihrem Heimatland für sich entscheiden.

Assia kam im Jahr 1924 als Rosa Mina Schärer zur Welt und wirkte neben ihrem hauptberuflichen Engagement als Schlagersängerin immer wieder in Filmproduktionen mit. Ihr Herz schlug aber für die Musik: Ihren größten Hit hatte sie im Jahr 1950 mit dem Titel "O mein Papa". Der Sieg beim ersten ESC sechs Jahre später sollte einer ihrer größten musikalischen Triumphe werden. Diesen versuchte Lys Assia durch zwei weitere Teilnahmen in den beiden darauffolgenden Jahren zu wiederholen: Im Jahr 1957 wurde sie nur Vorletzte, ein Jahr später errang sie immerhin den zweiten Platz.

Der ESC-Familie blieb sie aber zeitlebens durch die ein oder andere Art und Weise erhalten: 2009 überreichte sie dem Gewinner Alexander Rybak die Trophäe, 2012 und 2013 nahm sie am jeweiligen Schweizer Vorentscheid teil – ohne sich für das jeweilige Finale qualifizieren zu können. In ewiger Erinnerung wird Lys Assias legendäre Aussage aus dem Jahr 2003 bleiben. Während des damaligen Song Contests wurde sie erneut zu ihrem Sieg befragt, woraufhin sie salopp entgegnete: "It was fun – I won!" ("Es hat Spaß gemacht! – Ich habe gewonnen!")


Quelle: teleschau – der Mediendienst