"Das einzig Falsche ist, nichts zu sagen"

Meghan äußert sich zum Tod von George Floyd

"Mir wurde klar, dass das einzig Falsche darin besteht, nichts zu sagen": Nach längerem Zögern hat sich Herzogin Meghan jetzt doch zum gewaltsamen Tod von George Floyd geäußert. In ihrer Videobotschaft an die Schüler ihrer früheren Schule in Los Angeles erklärte sie: "George Floyds Leben zählte und Breonna Taylors Leben zählte und Philando Castiles Leben zählte und Tamir Rices Leben zählte." Alle drei waren Afroamerikaner wie Floyd und in den letzten Jahren wie er von Polizisten getötet worden.

Zuvor war die Ehefrau von Prinz Harry dafür kritisiert worden, dass sie zu lange zu Floyds Tod geschwiegen habe. Ihre Erklärung dazu: "Ich war mir nicht sicher, was ich euch sagen könnte. Ich wollte das Richtige sagen und war sehr nervös, dass es auseinandergenommen werden würde." Sie musste an eine Lehrerin der Schule denken, die ihr in ihrem zweiten Highschool-Jahr gesagt habe: "Denke immer daran, die Bedürfnisse anderer über deine eigenen Ängste zu stellen." Das habe sie ihr ganzes Leben lang begleitet. Am Ende des Videos entschuldigte sie sich sogar bei den Schülern: "Es tut mir leid, dass wir die Welt nicht zu einem Ort gemacht haben, den ihr verdient habt. Es tut mir so leid, dass ihr in einer Welt aufwachsen müsst, in der dies immer noch existiert."

Der Afroamerikaner George Floyd war am 25. Mai im Zuge seiner Festnahme gestorben, nachdem ein weißer Polizist sein Knie mehrere Minuten lang auf dessen Hals gedrückt hatte. Seitdem wird nicht nur in den USA, wo Tausende Menschen auf die Straße gingen und Präsident Trump sogar mit dem Einsatz des Militärs drohte, heftig über das Thema Rassismus und Polizeigewalt diskutiert.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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