Oscar Ortega Sánchez steigt als Assistent Mustafa Tombul beim ARD-Krimi "Mordkommission Istanbul" aus. Ein Zweiteiler, der in Thailand spielt, ist nach zehn Jahren Dienst Sánchez' Abschiedsvorstellung.

Am vergangenen Montag fiel in Thailand die letzte Klappe des "Mordkommission Istanbul"-Zweiteilers, der den originellen Arbeitstitel "Thailand" trägt. Ein Ausstrahlungstermin für den Kampf der türkischen Ermittler Mehmet Özakin (Erol Sander) und Mustafa Tombul (Sánchez) gegen das organisierte Verbrechen steht noch nicht fest. Doch schon jetzt macht der ARD-Donnerstagskrimi mit einer spektakulären Meldung von sich reden: Nach zehn Jahren quittiert Oscar Ortega Sánchez, gebürtiger Südhesse mit spanischen Wurzeln, den türkischen Polizeidienst. Die aktuell abgedrehte Doppelfolge wird der letzte Auftritt des 1962 geborenen Schauspielers in dieser Rolle sein. Gründe für den Ausstieg wurden nicht genannt.

Sánchez, der 1995 in Lars Beckers Film "Bunte Hunde" seinen Durchbruch erlebte, arbeitete auch regelmäßig am Theater. Zu Beginn seiner Karriere allein sieben Jahre an der Hamburger Renommierbühne Thalia. In Film und Fernsehen verdingte sich der Mime mit dem typisch südländischen Äußeren immer wieder als mediterraner Charakter vom Dienst. So eben auch in "Mordkommission Istanbul". In der Türkei, wo das Realisieren deutscher Filmproduktionen immer schwieriger wird, dürfte die Krimireihe ohnehin nicht mehr weitergedreht werden. Nach den Terroranschlägen von Istanbul im Frühjahr 2016 war man aus Sicherheitsgründen auf den Drehort Izmir ausgewichen. Seitdem hat sich die politische Lage in der Türkei weiter verschärft. Man drehe "erst mal nicht" in der Türkei weiter, ließ die produzierende ARD Degeto im März 2018 die Öffentlichkeit wissen.

Was nach der thailändischen Doppelfolge mit dem Türken-Krimi der ARD passiert, ist unklar. Nur eines ist sicher: Eine mögliche Fortsetzung müsste der von Erol Sanders Kommissar Özakin ohne seinen langjährigen Assistenten bestreiten.


Quelle: teleschau – der Mediendienst