Nach einer aktuellen Erhebung sind rund 650.000 Menschen in Deutschland von Wohnungslosigkeit betroffen. In einer neuen VOX-Doku-Reihe erhalten sechs vermeintlich Gestrandete nun wenigstens ein Dach über den Kopf und damit eine Chance.

Es ist ein Armutszeugnis. In einer vermeintlich doch so "reichen" Nation wie Deutschland ist noch nicht einmal bekannt, wie viele Bürger von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Nur eine Schätzung scheint für die Ärmsten der Armen gut genug, eine konkrete bundesweite Erhebung gibt es hingegen nicht. Nach einer Hochrechnung vom Juli 2019 sind nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe in Deutschland rund 650.000 Menschen von Wohnungslosigkeit betroffen. Etwa 48.000 "leben" sogar auf der Straße. Als Maßnahme gegen dieses auch weiterhin ansteigende Elend wird immer wieder der Bau neuer Sozialwohnung diskutiert und angekündigt. Oftmals bleiben diese Politiker-Versprechen jedoch nur Lippenbekenntnisse. Mit seiner neuen dreiteiligen Dokumentationsreihe "Obdachlos – Einzug in ein neues Leben" schafft der Sender VOX hingegen Tatsachen.

Insgesamt sechs Wohnungslose erhalten ein Dach über den Kopf. Vorbedingungen für die Übergabe eines Wohnungsschlüssels gibt es nicht. Allerdings geschieht das Ganze vor dem Auge der Öffentlichkeit: Kameras verfolgen mit, wie diese Menschen nun in ihren "eigenen" vier Wänden zurechtkommen.

Der Sender will dafür sorgen, dass der Voyeurismus hier nicht Blüten treibt. So erhalten die Protagonisten, die teilweise härteste Zeiten auf der Straße durchgemacht haben, professionelle Unterstützung durch Oliver Ongaro und Julia von Lindern vom Verein fiftyfifty. Zunächst begleiten die beiden Sozialarbeiter den 62-jährigen Helmut und die 36-jährige Nici. Helmut ist heroinabhängig und schläft trotz eisiger Kälte im Freien. Auch Nici lebt auf der Straße. Sie hat zwei Kinder, die sie seit Jahren nicht gesehen hat.

Obdachlos – Einzug in ein neues Leben – Di. 11.02. – VOX: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH