Abenteuer Familie: Oliver Mommsen spielt in "Der beste Papa der Welt" einen Karrieremediziner, der nach dem plötzlichen Tod seiner Schwester zum Adoptivvater von drei Kindern wird.

Was macht den "besten Papa der Welt" sehenswert?

"Doc" macht in diesem Film die klassische Heldenreise durch: Er ist ein Vollchaot, ein Egoist, der auf Wolke sieben schwebt, sich dann aber zu jemandem wandelt, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.

Was hat Sie an dieser Rolle interessiert?

Ich mag den "Doc" und ja, es gibt Seiten von ihm, die ich bei mir auch ganz gut kenne. Wir beide nehmen die Dinge gern von der leichten Seite. Und auch das "Rausschlawinern" aus unangenehmen Situationen ist mir nicht ganz unbekannt. Aber seinen Egoismus zu Beginn? Nein! Ähnlich wie beim "Doc" sind es die Kinder und die Verantwortung, die man mit ihnen übernimmt – und die auch bei mir eine Menge in Bewegung gebracht haben.

Sie sind zweifacher Vater. Im Nachhinein wohl die beste Vorbereitung auf Ihre Rolle?

Kinder verändern alles – gnadenlos! Es ist das Konsequenteste in meinem Leben überhaupt. Ich war und bin alles andere als perfekt, und ohne meine Frau hätte ich das alles niemals geschafft. Aber es ist auch ein Lernprozess. Ich bin Stück für Stück in diese Rolle reingewachsen. Es zählt zu den schönsten Abenteuern meines Lebens.

Was macht einen guten Vater aus?

Ich war und bin in Erziehungsfragen auch ziemlich inkonsequent. Ganz wichtig aber: die Liebe auf Augenhöhe und die ungeteilte Aufmerksamkeit für die Kinder. Eben da zu sein, wenn man gebraucht wird.

Gab es zur Schauspielerei je einen Plan B?

Nee, mein Weg war da konsequent: vom Pausenclown über die Theater AG in der Schule, als Komparse am Theater, Praktikant am Filmset, zur Schauspielschule ...