Staatsanwalt Krämer und seine Frau wurden per Ritualmord aus dem Leben befördert. Man fand ihre Leichen an einem Esstisch sitzend, die Gesichter mit hölzernen Masken bedeckt, auf den Handinnenflächen ein geritztes Kreuz. Kriminaldirektorin Christina Fehrmann (Julia Bremermann) brachte vor 15 Jahren einen Täter hinter Gitter, der auf die gleiche Weise mordete. Der schizophrene Georg Swoboda (Jophi Ries), stets beteuerte er seine Unschuld, sitzt nach wie vor in Haft. Kann der schrullig geniale Kriminalpsychologe Professor T. (Matthias Matschke) weiterhelfen? Nach der erfolgreichen ersten Staffel im Februar 2017 kehrt die Adaption eines belgischen Krimi-Formats mit vier neuen Episoden zurück.

Um die viereinhalb Millionen Zuschauer blieben vor gut einem Jahr über vier Folgen stabil am Ball, wenn der omnipräsente Matthias Matschke (auch "Polizeiruf"-Kommissar in Magdeburg) mal wieder kein Gesicht verzog. Die Abwesenheit von Emotion ist Kennzeichen des ermittelnden Kölner Professor T., dessen Leben von Zwangsneurosen, Visionen einer verstorbenen Liebe und mangelnder Empathie für andere Menschen geprägt wird. Hauptdarsteller Matschke muss sich im Spagat üben, mit wächsernem Gesicht hochemotionale Fälle zu begleiten.

Manche Kritiker erinnerte Staffel eins an die US-Serien "Monk", "Dr. House" oder gar den Münsteraner "Tatort". Aufgrund manch schmerzhafter "Weirdo"-Klischees und stark abgegriffener Dialogzeilen weiß man bei der teutonischen Variante des vielfach gelobten flämischen Originals allerdings nicht, ob dieser Ermittler den Krimi-Freitagabend im ZDF künstlerisch tatsächlich bereichert.


Quelle: teleschau – der Mediendienst