Eine Freundschaft, die man nur mit der berühmt-berüchtigten Facebook-Beschreibung umreißen kann: Deutschland und den russischen Präsidenten verbinden enge Bande. Nicht immer waren die freundschaftlich, wie die sehenswerte Doku zeigt.

Er spricht fließend Deutsch, verbrachte viel Zeit in Dresden und weiß, wie das Land tickt: Als sich Wladimir Putin im Jahr 2001 den Abgeordneten des Bundestags mit einer hoffnungsfrohen Rede, die von einer Annäherung Russlands an Europa handelte, vorstellte, waren viele von seinem ansteckend, damals noch jugendlich wirkenden Charme recht angetan.

Mittlerweile hat sich das Verhältnis merklich abgekühlt, was nicht nur mit der allgemeinen Kräfteverschiebung im Ringen der Weltmächte zu tun hat. Während Wladimir Putin offenbar ein enges, freundschaftliches Verhältnis zum Ex-Kanzler Gerhard Schröder pflegt, scheint die Chemie im Zusammentreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel schon länger nicht mehr zu stimmen.

Die bemerkenswerte neue ZDF-Dokumentation "ZDFzeit: Putin und die Deutschen" beleuchtet ein schwieriges Miteinander, das von beiderseits enttäuschten Hoffnungen, neuem Misstrauen und gelegentlich auflodernder Feindseligkeit geprägt ist.


Quelle: teleschau – der Mediendienst