Der Dokumentarfilm "Raving Iran – Zwei DJs gegen das iranische Regime" von Regisseurin Susanne Regina Meures zeigt, wie gefährlich es für die zwei jungen Männer ist, ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Anoosh und Arash sind DJs aus Leidenschaft; in Teherans Underground-Technoszene veranstalten sie regelmäßig geheime Raves. Dadurch laufen sie ständig Gefahr, verhaftet zu werden, denn Tanzveranstaltungen mit elektronischer Musik sind im Iran ebenso verboten wie die Veröffentlichung entsprechender Tonträger. "Wir sind Musiker und haben uns mit der Kamera begleiten lassen, um allen Menschen zu zeigen: Schaut, was im Iran passiert, sogar Musik ist dort verboten", sagt Arash, der das ewige Versteckspiel irgendwann leid war.

Das erste Album, dass gemeinsam mit Anoosh – und natürlich illegal entstand – wurde bisher kaum verkauft. Bei einer Underground-Party wird Anoosh kurzzeitig verhaftet, irgendwann organisieren die DJs sogar einen Rave in der Wüste, um der Polizei zu entgehen. Doch es gibt Hoffnung für die zwei Technoliebhaber: Die DJs werden zu einem Musik-Festival in der Schweiz eingeladen.

Der Film, den 3sat nun als Free-TV-Premiere zeigt, wurde vor allem mit versteckter Handykamera gedreht und gewann 2016 den Zürcher Filmpreis.


Quelle: teleschau – der Mediendienst