Der Berliner Archäologe Matthias Wemhoff reist in der ZDF-Sendung "Terra X" rund 200 Jahre in der Zeit zurück und fragt: Was passierte in den verschiedenen Regionen der Erde im Jahr 1800?

Auf dem europäischen Festland dürften die Bewohner zu Beginn des 19. Jahrhunderts sehr wenig von König Kamehameha gewusst haben. Dieser herrschte Tausende Kilometer entfernt mit seltsamen Methoden über sein Inselreich. Anders als beispielsweise Napoleon Bonaparte, der nahezu zeitgleich beinahe einen ganzen Kontinent eroberte und unterwarf, herrschte auf Hawaii schon damals ein recht lockeres Leben. Kamehameha war nicht etwa mit Krieg beschäftigt. Er surfte lieber.

Im Film von Andreas Sawall erklärt der Berliner Archäologe Matthias Wemhoff allerdings auch, dass das Wellenreiten nicht etwa dem puren Freizeitvergnügen wie heute diente. Das Surfen gehörte zu den gesellschaftlichen Codes, die das Leben auf Hawaii über viele Jahrhunderte regelte.

Womöglich würden die Nachkommen von Kamehameha noch heute ungestört über die Wellen pflügen. Erfindungen gerade aus Deutschland beeinflussten aber irgendwann auch dieses Paradies in der Südsee. Neue Navigationsgeräte halfen den Kolonisten, zielsicher entfernte Winkel der Erde anzusteuern. So seien mehr und mehr alte und neue Welten aufeinander geprallt, wie Wemhoff in seiner aufregenden Bilderreise berichtet.


Quelle: teleschau – der Mediendienst