Für die Jubiläumsfolge der "Rosamunde Pilcher"-Reihe im ZDF tauscht "Tatort"-Kommissarin Ulrike Folkerts Jeans und Lederjacke gegen Chanel-Kostüm und Pumps. In prisma erzählt sie von den Dreharbeiten im Südwesten England.

"Schwiegertöchter" ist die 150. ZDF-Verfilmung nach einer Vorlage von Rosamunde Pilcher. Fühlen Sie sich geehrt?

Ganz ehrlich, das ist ein glücklicher Zufall. Bei meiner Zusage für die Rolle war das noch gar nicht klar.

Man kennt Sie als robust-resolute "Tatort"-Kommissarin. Eine Rolle im ZDF-Herzkino klingt da nach dem größtmöglichen Gegensatz ...

Gegen den Strich besetzt zu werden, das ist gerade der Reiz. Ich bin ja von Beruf nicht "Tatort"-Kommissarin, sondern Schauspielerin. Die Protagonistin Lynette Dawson ist eine Figur, die mit mir und meiner Persönlichkeit so rein gar nichts zu tun hat. Daher war es für mich eine Riesenspielerei.

Noch so ein Gegensatz: hier Cornwall, dort Ludwigshafen ...

... das geht noch weiter. Statt Jeans und Lederjacke trage ich bei Pilcher ein Chanel-Kostüm und Pumps.

Hat die Rolle Sie gefunden oder haben Sie die Rolle gefunden?

Regisseurin Heidi Kranz gab mir das Drehbuch zum Lesen. Danach habe ich mir erst einmal Zeit gelassen und mich gefragt, wie ich mit dem Pilcher-Stoff umgehe. Klar geht es hier immer um die Reichen und Schönen, nie spielt Geld eine Rolle. Und trotzdem sind die dargestellten Konflikte nicht aus der Luft gegriffen. Die Kostüme, die Landschaft, das nette Ensemble und das tolle Sommerwetter bei den Dreharbeiten haben mir das Gefühl gegeben, genau die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich habe keine Minute bereut.

Was sind Ihre nächsten Projekte?

Im Sommer drehen wir den zweiten "Tatort" in diesem Jahr, zudem mache ich Lesungen mit Percussion-Begleitung zur "Blechtrommel". Und das ZDF hat wohl Freude an Frau Folkerts. Eine weitere Herzkino-Folge ist jedenfalls in Planung.