Quotenhit mit viel Kritik: Weltstar Madonna musste nach ihrem Auftritt beim "Eurovision Song Contest" viel Häme einstecken. Nun hat die Sängerin reagiert.

Der Eurovision Song Contest, der vergangenen Samstag in Tel Aviv stattfand, schlägt immer noch hohe Wellen. Schuld daran: Madonna. Die "Queen of Pop" hatte mit ihrem Auftritt kurz vor der finalen Punktevergabe für viel Spott in den sozialen Medien gesorgt. Nun wehrte sich die 60-Jährige: Auf einem Instagram-Foto, auf dem sie sich die Ohren zuhält, schrieb sie: "Madame X hört nichts Böses." Außerdem teilte sie in einer ihrer Storys ein Aristoteles-Zitat: "Es gibt nur einen Weg, um Kritik zu vermeiden. Nichts tun, nichts sagen, nichts sein."

 
 
 
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Madame Hears no Evil............... #future #eurovision #madamex

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Kurz vor ihrem Auftritt hatte der Weltstar den Teilnehmern noch Mut zugesprochen: "Ihr seid alle Gewinner. Egal, was passiert." Dann performte sie sowohl ihren alten Hit "Like A Prayer" als auch den neuen Song "Future" aus ihrem aktuellen Album – mit einigen schiefen Tönen und Autotune fürs Stimmvolumen. Laut der britischen PR-Firma "Number 10 strategies" hatte ihr Auftritt etwa 1,15 Millionen Euro gekostet.

Barbara Schöneberger, Moderatorin der "Grand Prix Party", stichelte zu später Stunde im Ersten: "Alle haben besser gesungen als Madonna." Schauspieler Oliver Kalkofe twitterte: "Nur gut für Madonna, dass keiner für sie anrufen durfte." Ein anderer Nutzer twitterte: "Bin immer noch geschockt ob der unsäglichen Darbietung von #Madonna." Viele Fans stellten sich aber auch auf ihre Seite, wie diese Nutzerin: "Wir werden älter. Und dann sehen wir nicht mehr so aus wie früher. Und unsere Stimme verändert sich. Das ist so. Das ist nicht schlimm."

Trotz Madonnas Formschwäche und trotz eines enttäuschenden drittletzten Platzes für das deutsche Duo Sisters darf sich die ARD über starke Zuschauerzahlen freuen. Im Ersten verfolgten 7,59 Millionen Zuschauer die Musikshow. Zusammen mit dem Digitalsender ONE errechnet sich laut dem Norddeutschen Rundfunk eine Gesamtquote von 8,1 Millionen Zuschauern.

Als Sieger ging 2019 der Niederländer Duncan Laurence mit seiner Ballade "Arcade" aus dem Wettbewerb hervor. Er erreichte eine Endpunktzahl von 492 Punkten. Damit hat die Niederlande zum fünften Mal den ESC gewonnen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Italien und Russland. Das deutsche Duo "S!sters" erhielt keine Punkte von den Zuschauern und steht mit insgesamt 32 Jury-Punkten lediglich vor Weißrussland und Großbritannien. Das abermals schlechte Abschneiden eines deutschen Starters veranlasst den federführenden NDR nun dazu, die Methoden der Vorauswahl neu zu überdenken.


Quelle: teleschau – der Mediendienst