Nachdem das ZDF bereits im Vorfeld beliebte Märchenfilme der letzten Jahre wieder ausgestrahlt hat, erblicken punktgenau zu Heiligabend zwei neue Fernsehfilme aus der Reihe "Märchenperlen" das Licht der Welt. Eingebettet in einen familienfreundlichen Sendeplan bietet der Tag von morgens bis nachmittags ein familiengerechtes TV-Programm, das mit den beiden Eigenproduktionen "Rübezahls Schatz" um 15 Uhr sowie "Der Zauberlehrling" direkt danach seinen Abschluss findet. Beide Märchen sind Erstausstrahlungen und präsentieren sich jeweils in Spielfilmlänge.

"Rübezahls Schatz" spielt vor der atemberaubenden Kulisse des Riesengebirges und der tschechischen Schweiz. Bei der Umsetzung konnte sich das ZDF erneut auf Stefan Bühling verlassen, unter dessen versierter Regie bereits die Grimm'sche Adaption "Die weiße Schlange" im Jahr 2015 ihre TV-Premiere feierte.

Fantastische Unterhaltung mit beachtlichen Schauwerten

Ähnlich frei wie bei dieser Verfilmung gestaltet sich nun auch die neueste Adaption der Rübezahl-Sage. So kann sich in dieser Variante des Stoffes der schelmische Berggeist (Sabin Tambrea) zwar auch in Menschen, Tiere und sogar den Wind verwandeln – neu ist jedoch die Idee, dass er sich in Menschenform als Jäger Montanus in die Dienstmagd Rosa (Henriette Confurius) verliebt. Denn daraufhin vernachlässigt er seine Pflichten als Hüter des Waldes mehr und mehr. Parallel dazu versucht die bankrotte, aber profitgierige Baronin von Harrant (famos-diabolisch: Catherine Flemming) den Wald illegal abzuholzen, um ein profitables Sägewerk zu errichten – ohne Rücksicht auf Verluste. Zudem entwickelt sie gemeinsam mit dem Arzt (Thorsten Merten) einen perfiden Plan zum Diebstahl von Rübezahls Schatz. Um aber überhaupt erst das Tor zur Schatzkammer öffnen zu können, benötigt man eine magische Pflanze. Kurzerhand erpresst sie Rosa und spannt sie für ihre teuflischen Zwecke ein. Die aufkeimende Liebe zwischen der sterblichen Frau und der Sagenfigur wird auf eine harte Probe gestellt.

Den Zuschauer erwartet im Wort- wie im übertragenen Sinn fantastische Unterhaltung mit beachtlichen Schauwerten. Neben der beeindruckenden realen Natur- und Schlosskulisse, sind es insbesondere die sparsam, aber effektiv eingesetzten digitalen Effekte, die sich visuell als besonders reizvoll herausstellen. Daneben bietet der Film eine flott erzählte Geschichte, die Jung und Alt zu begeistern vermag. Auch die Darstellerleistungen des sehenswerten Märchenfilms sind durchweg famos: Henriette Confurius, die bereits im Kinofilm "Das kalte Herz" Märchenluft schnuppern durfte, präsentiert ihre Rosa als zugleich herzensgute wie charakterstarke junge Frau. Sabin Tambrea glänzt als verliebter Jäger Montanus und weckt in Rübezahl-Gestalt beinahe schon Erinnerungen an Benedict-Cumberbatchs Sherlock-Holmes-Porträt. Alles in allem sorgt die konflikt- wie temporeiche Geschichte für einen magischen Fernsehnachmittag im ZDF.

"Der Zauberlehrling" folgt im Anschluss

Direkt im Anschluss wird der märchenhafte Nachmittag mit der zweiten Eigenproduktion des ZDF (in Kooperation mit dem MDR) nahtlos fortgesetzt. "Der Zauberlehrling", frei nach Johann Wolfgang von Goethes gleichnamigem Gedicht über den Größenwahn unter Zauberern, nutzt die historische Görlizer Altstadt als Kulisse für seine Mär rund um Magie und Zauberei. Valentin (Max Schimmelpfennig) möchte bei Zauberer Ambrosius (Christoph Bach) in die Lehre gehen, verliert die Stelle jedoch trotz großen Talents an Katrina (Pauline Rénevier) und kommt notgedrungen bei Altmeister Zacharias (Felix von Manteuffel) unter, der jedoch dem Zaubern abgeschworen hat. Kurzerhand nimmt Valentin das Ganze selbst in die Hand und bringt sich eigenhändig die Zauberkunst bei. Alsbald stoßen er und Katrina jedoch auf allerlei Rätsel, die es zu lösen gilt. Die beiden müssen feststellen, dass Ambrosius in Wahrheit Unheilvolles im Schilde führt. Können sie den Machenschaften des Zauberers Einhalt gebieten?

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Quelle: teleschau – der Mediendienst