Seit Saisonbeginn moderiert sie die samstägliche "Sportschau" – nun wurde Jessy Wellmer dafür zur "Journalistin des Jahres" in der Kategorie Sport gewählt.

Das "Medium Magazin" ehrte die 38-Jährige, die ab 2. Januar 2018 im Ersten auch als neue Moderatorin des "Mittagsmagazins" zu sehen sein wird. Im Statement der Jury hieß es dazu: "Die Sportschau hat eine Journalistin zurück! Viel Fußballwissen zeigte sie schon bei der 14-Uhr-Samstagsendung bei radioeins; ebenso dass sie eine gute Reporterin und Fragestellerin am Spielfeldrand ist. Nun glänzt sie mit einer sehr erfrischenden Sportschau-Moderation."

Auf ihre Bundesliga-Moderation habe sie sehr viele positive Rückmeldungen bekommen, so Wellmer im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. "Ich verzichte allerdings darauf, mir Kommentare in den sozialen Medien anzusehen. Da tummeln sich einfach zu viele, die ihre Aggressionen ungebremst rauspusten", so die Mecklenburgerin. Damit weiß sie umzugehen: "Bislang habe ich es geschafft, mich davon fernzuhalten. Ich google mich nicht selbst – schütze mich also vor Kommentaren und Anfeindungen dieser Art."

"Oberflächliche Beleidigungen nehme ich nicht zur Kenntnis"

"Mit 'Zurück an den Herd' oder 'Zieh mal einen Rock an' kann ich nichts anfangen, das ist nicht konstruktiv", so Wellmer weiter. "Im politischen Bereich jetzt genauso: Alles Konstruktive nehme ich total ernst, aber oberflächliche Beleidigungen nehme ich nicht zur Kenntnis." Die "Sportschau"-Moderation habe sie abgehärtet: "Es war eine gute Schule, im Bundesligafußball anzufangen. Da lernt man, dass man keine Angst vor Fehlern haben darf, weil man sonst nur verschreckt dasteht. Man redet schließlich zu Millionen echter 'Experten'. Im Fußball werden manchmal kleine Versprecher an eine große Glocke gehängt."

Seit 2004 wird der Preis "Journalist des Jahres" vergeben, die Jury setzt sich aus Journalisten, Medienexperten und Ex-Preisträgern zusammen. Überreicht werden die Auszeichnungen am 19. Februar 2018 in Berlin.


Quelle: teleschau – der Mediendienst