Als eigenwilliger Inspektor Jakoov Blok hat der vielfach preisgekrönte Schauspieler Samuel Finzi zwei neue Fälle im "Tel- Aviv-Krimi" an der Seite von Katharina Lorenz als Kommissarin Sara Stein aufzuklären. "Masada" läuft am 23. November, "Alte Freunde" am 30. November, jeweils um 20.15 Uhr in der ARD. Wir haben Finzi zum Interview getroffen.

Krimis gibt es fast wie Sand am Meer. Was ist das Besondere am "Tel-Aviv-Krimi"?

Es sind Filme, die etwas über eine Gesellschaft erzählen, die wir hier noch nicht so kennen. Israel ist als Schauplatz noch nicht gesetzt. Das Besondere: Wir haben mit Kollegen aus Israel zusammengespielt, die kennen die Geschichten, die wir hier erzählen. So tauchen wir in das Leben von Tel Aviv ein.

Was für ein Typ ist Ihr Kommissar Blok?

Er ist kein einfach zugänglicher Typ, kein sympathischer Held. Blok hat mit seinen Dämonen zu kämpfen, ein widersprüchlicher Charakter. Dabei will er mit unkonventionellen Methoden immer die Wahrheit herausfinden. Er ist ein brüchiger Typ, kein oberschlauer, aalglatter Kommissar.

Was muss eine Filmrolle generell mitbringen, damit Sie ihr den Zuschlag geben?

Ich stehe nicht für glatte Charaktere. Ich brauche Figuren mit Widersprüchen, Charaktere mit einer großen emotionalen Spanne. Wenn ich beim Spielen Hindernisse überwinden kann, ist es genau das, was ich suche.

An welchen Plänen arbeiten Sie aktuell?

Ich habe gerade die Dreharbeiten für eine Komödie mit Til Schweiger abgeschlossen. Im "Klassentreffen" geht es um drei alte Freunde, die mit Mitte 40 noch einmal das Erwachsenwerden lernen müssen. Til ist ein toller Regisseur. Wir schätzen uns sehr.

Interview: Matthias M. Machan.