In der vergangenen Woche soll US-Präsident Donald Trump mehrere Länder, darunter auch Haiti, als "shithole countries" bezeichnet haben. In einem emotionalen Beitrag für das Magazin "Time" griff Schauspielstar Sean Penn den amerikanischen Präsidenten nun wegen dieser Äußerungen heftig an. Trump sei ein "Feind der Menschheit" und ein "Staatsfeind", so Penn.

Anlass für Penns zornigen Beitrag war nicht nur Trumps Bemerkung, sondern auch der achte Jahrestag des verheerenden Erdbebens, das Haiti 2010 getroffen hatte. Penn hatte damals aktiv bei den Rettungsmaßnahmen mitgeholfen. "Unsere Hände und Seelen berührten die Körper der Sterbenden und der Toten", erinnert sich Penn.

Seitdem sitzt er einer Hilfsorganisation vor, die sich für das Land einsetzt. Im Zuge des Wiederaufbaus Haitis seinen allerdings nicht die ausländischen Helfer die wahren Helden, sondern die Einwohner des Karibikstaates selbst – "vor allem junge Männer und Frauen, die aus Stolz und aus Liebe zu ihrer Familie" ihr Land wieder aufbauen wollten.

Anstatt sich ihrer zu erinnern, müsse man nun einem Präsidenten zuhören, der nur Verächtliches zu sagen habe, klagt Penn. Trumps Worte seinen "mehr als nur ein Mangel an Sensibilität oder sogar Nationalismus", schreibt der Schauspieler. Zum ersten Mal habe das amerikanische Volk einen "Feind des Mitgefühls" zum Präsidenten gewählt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst