Wie die neue Dokumentation nachweisen kann, umgehen viele deutsche Rüstungsunternehmen sehr perfide die strengen Gesetze zur Weiterverbreitung tödlicher Kriegswaffen.

Eigentlich hat Deutschland ja mit die schärfsten gesetzlichen Regelungen zur Rüstungskontrolle in der Welt. Die Realität spricht aber oft eine andere Sprache. Aktuelles Beispiel: Jemen. Dort spielt sich eine der schlimmsten humanitären Katastrophen der Jetztzeit ab, und gleichzeitig fallen Bomben aus deutscher Produktion.

Während die gesamte Region des Nahen Ostens derzeit einem Pulverfass gleicht, verkaufen deutsche Firmen komplette Munitionsfabriken an Länder, die als mehr oder weniger verlässliche Partner gelten.

Wie die neue vom BR für den Einsatz im ARD-Hauptprogramm produzierte Dokumentation "Die Story im Ersten: Bomben für die Welt" von Philipp Grüll und Karl Hoffmann zeigt, haben viele Rüstungskonzerne eine wahre Meisterschaft darin entwickelt, deutsche Genehmigungsstandards zu umgehen. Kann man so den Status Deutschlands als eine Art moralische Instanz in Flüchtlingsfragen halten? Eher kaum!


Quelle: teleschau – der Mediendienst