Ein "Skandal" sei es gewesen, als am vergangenen Samstagabend ein psychisch kranker Mann bei "Deutschland sucht den Superstar" auftrat, titelt heute die "Bild"-Zeitung. Jetzt hat RTL auf die Vorwürfe reagiert und die Berichterstattung des Blattes zurückgewiesen.

Diego, so der Name des Kandidaten, hatte bei seinem zuvor aufgezeichneten Auftritt wirre Äußerungen von sich gegeben und der Jury unter anderem erzählt, er sei gekidnappt worden. "Von der Mafia ... in Amerika ... in Brasilien. Die haben mich nach Deutschland gebracht. Aber ich muss weg von hier ...", so der offenbar verwirrte Mann. Später erzählte er der Zeitung, er lebe "in einem Wohnheim für psychisch Erkrankte". "Ist ein Kandidat mit solch einer Erkrankung wirklich geeignet für eine TV-Show wie DSDS?", fragt die Zeitung nun.

Am Montagmorgen reagierte RTL auf den Bericht. Laut Senderangaben lebt Diego in einer Einrichtung der Graf Recke Stiftung. Diese habe "seine Teilnahme von Beginn an und im weiteren Verlauf eng begleitet und unterstützt". Diegos Traum sei es, "als Musiker bekannt zu werden, diese Möglichkeit wurde ihm bei DSDS gegeben – mit einem positiven Ausgang: Er hat die Jury von sich überzeugt und für seine Leistung drei Ja-Stimmen erhalten."

Schon in ihrem Bericht über den angeblichen "Skandal" lässt die "Bild"-Zeitung eine Sprecherin der Einrichtung zu Wort kommen, die diese Haltung ebenfalls bestätigt. Demnach habe man Diegos Traum ernst genommen und ihn bei seinem Auftritt begleitet.


Quelle: teleschau – der Mediendienst