ARTE-Doku

"Unser Hirn ist, was es isst": Wie Junkfood unser Verhalten verändert

von Andreas Schoettl

Welchen Einfluss hat unsere Ernährung auf die seelische Gesundheit und geistige Verfassung? Eine ARTE-Doku empfiehlt, auf den nächsten Hamburger besser zu verzichten. Nicht nur, weil er dick macht.

ARTE
Unser Hirn ist, was es isst
Dokumentation • 21.09.2019 • 21:40 Uhr

Dass das Essen durch den Magen geht, ist wahrlich keine neue Erkenntnis. Hingegen noch relativ unbekannt ist, welchen unmittelbaren Einfluss die Ernährung auf die seelische Gesundheit und die geistige Verfassung haben kann. Neuro-Nutrition heißt der noch recht junge Forschungszweig an der Schnittstelle zwischen Neurologie und Ernährungswissenschaft. In der französischen Dokumentation"Unser Hirn ist, was es isst", die nun bei ARTE erstmals zu sehen ist, führt Regisseur Raphaël Hitier auf, dass der Biss in einen nächsten Hamburger tatsächlich Auswirkungen auf den eigenen Gemütszustand hat. Forschungsergebnisse aus eben der Neuro-Nutrition belegen das.

"Wir wissen, dass Junkfood dick macht. Aber es verändert auch unser Verhalten", behauptet Professorin Felice Jacka von der Universität Melbourne in Australien. Für diese weitreichende Erkenntnis hatte sie das Verhalten Tausender werdender Mütter in der Schwangerschaft beobachtet. Anschließend in den darauf folgenden Jahren wurde die emotionale Gesundheit der Kinder untersucht. Laut Jacka war das Ergebnis offensichtlich. Die Professorin führt an: "Mütter, die während ihrer Schwangerschaft mehr Junkfood und industriell verarbeitete Lebensmittel wie Softdrinks, salzige Snacks und Kuchen und Keks zu sich nahmen, hatten häufiger Kinder, die zu Aggressionen und Wutanfällen neigten."

Doch der Film führt auch Lösungsvorschläge auf. Eine Möglichkeit wäre die sogenannte Mittelmeerdiät. Sie soll die beste Nahrung für die kleinen grauen Zellen liefern. Die Ernährungsexperten berichten: "Omega-3-Fettsäuren, die beispielsweise in Fisch vorkommen, schützen die Nervenzellen und sind für die Entwicklung des Gehirns unentbehrlich."


Quelle: teleschau – der Mediendienst
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