Hollywood setzt große Hoffnungen in den Streamingdienst Quibi, der kurzformatigen Content für Handys entwickelt. Besonderes Highlight: Auch eine Neuauflage der Kultserie "Auf der Flucht" soll es dort geben – mit  Kiefer Sutherland.

Nicht jede technische Innovation muss man sofort verstehen. Auch wenn der ein oder andere Filme und Serien lieber in Ruhe auf einem angemessen großen Bildschirm genießt, scheint es Menschen zu geben, die ihre Lieblings-Fiction lieber häppchenweise auf dem Handy konsumieren. Quibi heißt ein neuer Streamingdienst, hinter dessen Idee der ehemalige Disney- und Dreamworks-Boss Jeffrey Katzenberg steht. Momentan stehen viele Film- und TV-Kreative Amerikas Schlage, um für das neue Medium zu arbeiten. Auf Quibi sollen Serien-Episoden etwa zehn Minuten lang sein und wahlweise im Quer- oder Hochformat geschaut werden können.

Als neustes prominentes Projekt im Quibi-Portfolio wurde nun eine Neuauflage der 60er-Straßenfegershow "Auf der Flucht" (auch: "Dr. Kimble auf der Flucht") verkündet, an dem Kiefer Sutherland und die Macher seines Serienhits "24" gerade werkeln. "The Fugitive", wie der Stoff im Original heißt, erzählt die Flucht eines unschuldig verdächtigten Helden beziehungsweise die Jagd auf ihn. Ein Kino-Remake der alten TV-Serie mit Harrison Ford und Tommy Lee Jones avancierte 1993 zum Mega-Hit, während eine TV-Adaption des Jahres 2000 unter dem Titel "Auf der Flucht – Die Jagd geht weiter" floppte. Nun also wagt sich die nächste Mediengeneration an den archaischen Action-Stoff.

Der Streamingdienst Quibi plant, im April 2020 seinen Dienst aufzunehmen. In den USA soll das Nutzungs-Vergnügen etwa fünf Dollar pro Monat kosten. Stars wie Steven Spielberg, Sam Raimi, Dwayne Johnson oder Guillermo del Toro, so heißt es, sollen exklusiv Stoffe für Quibi entwickeln. Ein Grund für die positive Marktprognose des Häppchen-Streamingdienstes dürften die potenten Geldgeber hinter dem Projekt sein. Nahezu alle großen Studios wie Disney, Warner, Sony oder Universal sind finanziell an Quibi beteiligt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst