Neben dem etwas fragwürdigen Superlativ "Exportweltmeister" haben sich die Deutschen lange und gerne auch den Titel "Reiseweltmeister" umhängen lassen. Und tatsächlich ist – allen Krisen- und Terrorängsten zum Trotz – das Fernweh vieler Bundesbürger offenbar weiterhin grenzenlos.

Über 70 Millionen Reisen haben die Deutschen im Jahr 2017 hinter sich gebracht. Doch nicht nur die Klimafolgen und viele andere ökologische "Nebenwirkungen" des schier ungebremsten (Flug-)Tourismus bereiten immer mehr Kritikern Sorgen. Der moderne Massentourismus sorgt auch für eine Verlagerung sozialer Spannungen, wie die neue ZDF-Dokumentation "Sommer, Sonne, Urlaubsglück?" herausarbeitet.

Zwar bringen Reisende Umsatz in die Zielländer, doch immer häufiger verdrängen Gäste die lokalen Anwohner: In Städten – besonders krass in beliebten "Party-Metropolen" wie Barcelona und Amsterdam – wird Wohnraum knapp und teuer. Wochend-Touristen zahlen einfach besser als angestammte Mieter.


Quelle: teleschau – der Mediendienst