In "The Peanut Butter Falcon" gibt Zack Gottsagen an der Seite von Shia LaBeouf sein Kino-Debüt. Wer ist der sympathische Newcomer, der mit dem Down-Syndrom geboren wurde?

Viele Menschen träumen von einer Karriere in Hollywood. Er hat es geschafft – und das, obwohl er ungewöhnliche Voraussetzungen mitbringt: der Schauspieler Zack Gottsagen, der mit dem Down-Syndrom lebt. Ab dem 19. Dezember ist er als Zak im Film "The Peanut Butter Falcon" auch in Deutschland zu sehen.

Schon 2012 stand Zack Gottsagen für einen Kurzfilm namens "Becoming Bulletproof" vor der Kamera. Der Film war ein Projekt, das Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen sollte. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt "Ready To Ride: A Musical Homecoming", in dem Gottsagen ebenfalls mitspielt. Die Macher wollen zeigen, dass es in der Filmwelt viel mehr Diversität geben muss. Denn auch ein Mensch mit Behinderung kann ein brillanter Schauspieler sein.

Wie das aussieht, zeigt Gottsagen in "The Peanut Butter Falcon": Hauptfigur des Spielfilmdebüts von Tyler Nilson und Michael Schwartz ist der von Gottsagen gespielte Zak, ein junger Mann mit Down-Syndrom, den seine Familie schon früh abgeschoben hat. Da ihn sein Leben in einem Altenheim kein bisschen ausfüllt, versucht Zak immer wieder, der Einrichtung zu entkommen. Eines Tages gelingt ihm tatsächlich der Ausbruch. Und nur wenig später findet er sich auf dem Boot des verantwortungslosen Tyler (Shia LaBeouf) wieder. Nach und nach schließt Tyler seinen neuen Begleiter ins Herz und will ihm helfen, seinen großen Traum zu verwirklichen und eine legendäre Wrestling-Schule zu besuchen.

Menschen, die mit einer Behinderung leben, haben es in der Filmindustrie oft schwer, da es nur ein sehr geringes Angebot an passenden Rollen gibt. Trotzdem haben es neben Zack Gottsagen noch einige weitere talentierte Schauspielerinnen und Schauspieler mit Down-Syndrom vor die Kamera geschafft. So spielte der deutsche Schauspieler Bobby Brederlow schon im "Tatort" und in Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen. Die Engländerin Sarah Gordy ist – neben Rollen in "Strike: The Silkworm" und "Upstairs Downstairs" – auch als Tänzerin aktiv. Sie wurde mit dem Order of the British Empire ausgezeichnet. Der spanische Lehrer, Autor und Schauspieler Pablo Pineda wiederum, der in dem Film "Me too – Wer will schon normal sein?" um Liebe und Normalität kämpft, engagiert sich seit 1991 mit dem Projekt "Roma" für die Förderung von Kindern, die mit dem Down-Syndrom leben.

Seine Traumrolle, verriet Zack Gottsagen in einem Interview, sei die des Danny Zuko aus "Grease". Einst spielte John Travolta in der legendären Musicalverfilmung den Draufgänger – es sind also große Fußstapfen, in die Gottsagen treten will. Für zahlreiche Preise ist er bereits nominiert. Man kann also gespannt sein, was man von dem liebenswürdigen Amerikaner in Zukunft hören wird.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH