Weil J. K. Rowling sich wegen einer Kündigung mit einer Ökonomin solidarisierte, musste sie auf Twitter heftige Kritik einstecken. Der Harry-Potter-Schöpferin wird nun vorgeworfen, sie sei transphob.

Mit ihren Büchern um den Zauberlehrling Harry Potter und seinen Abenteuern versetzte J. K. Rowling Millionen Fans in aller Welt in Verzücken. Derzeit steht die Britin aber wegen eines Kommentars massiv unter Beschuss – auch von ihren Anhängern. in einem Tweet hatte sich Rowling mit Maya Forstater solidarisiert. Die Ökonomin hatte nach abfälligen Äußerungen über Transgender-Personen ihren Job im britisch-amerikanischen Thinktank "Center for Global Development" verloren.

Eine Tatsache, die Rowling offensichtlich auf die Palme brachte. Via Twitter bekundete sie: "Zieh dich an, wie du willst. Nenn dich, wie du willst. Schlaf mit welchem Erwachsenen du willst. Lebe das beste Leben in Frieden und Sicherheit. Aber Frauen aus ihrem Job werfen, weil sie behaupten, dass Geschlechter real sind?" Außerdem versah sie den Tweet mit den Hashtags "Ich stehe zu Maya" und "Dies ist keine Übung".

Für ihre zweifelhafte Wortmeldung musste sich die Bestsellerautorin insbesondere von LGBTQ-Verbänden Kritik gefallen lassen. Die "Human Rights Campaign" stellte zum Beispiel klar: "Trans-Frauen sind Frauen. Trans-Männer sind Männer. Nicht-binäre Menschen sind nicht-binär. CC J.K. Rowling."

Ausgangspunkt des Shitstorms war ein Tweet Forstaters, in dem sie ihre Meinung teilte, dass männliche Menschen keine Frauen seien. "Ich glaube nicht, dass 'Frausein' eine Frage der Identität oder weiblicher Gefühle ist", meinte die Ökonomin. Stattdessen gehe es um Biologie. "Menschen beiderlei Geschlechts sollten nicht beschränkt (oder diskriminiert) werden, weil sie nicht den traditionellen geschlechtsspezifischen Erwartungen entsprechen", stellte sie fest.

Später fügte die 45-Jährige einen weiteren kontrovers diskutierten Beitrag hinzu, in dem es hieß: "Ich bin so überrascht, dass intelligente Menschen, die ich bewundere, die in anderen Bereichen absolut pro-Wissenschaft sind und sich für Menschen- und Frauenrechte einsetzen, sich verrenken, um nicht zugeben zu müssen, dass Männer sich nicht einfach in Frauen verwandeln können."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH