Um einen der berühmtesten Sätze Loriots entzündete sich wegen einer möglichen Urheberrechtsverletzung ein Streit vor Gericht. Nun verkündete das Oberlandesgericht München das Urteil.

Wie "Dinner For One" zu Silvester gehört, ist für viele Loriot-Fans "Weihnachten bei Hoppenstedts" eine gut gepflegte Weihnachtstradition. Besonders eine Stelle aus dem Sketch von 1978 ist populär: "Früher war mehr Lametta" – ausgesprochen von Opa Hoppenstedt. Just wegen dieses berühmten Zitats entbrannte jüngst ein Rechtsstreit, der nun vor dem Oberlandesgericht München ein Ende fand. Die Erben von Vicco von Bülow alias Loriot, der 2011 verstarb, hatten Anklage gegen eine Händlerin erhoben, zogen nun aber den Kürzeren.

Stein des Anstoßes waren T-Shirts und andere Produkte mit einem Aufdruck des berühmten Zitats, die die Angeklagte über ihren Shop vertrieb. Die Erben des Komikers sahen darin eine Verletzung des Urheberrechts. Dem gab das Gericht allerdings nicht statt und befand stattdessen, dem Satz allein fehle "die hinreichende Schöpfungshöhe". Erst im Zusammenhang mit dem Sketch erfahre er "seine Besonderheit und Originalität", heißt es im Gerichtsbeschluss.

Das Original sendet das Erste wie jedes Jahr an Heiligabend: "Weihnachten bei Hoppenstedts" läuft am 24. Dezember um 13.50 Uhr in der ARD.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH