Gesellschaftliche Vorurteile

Barbara Schöneberger enthüllt: So geht sie mit Intoleranz um!

04.05.2026, 16.08 Uhr
Barbara Schöneberger diskutiert im Podcast "Mit den Waffeln einer Frau" über Benachteiligung und Intoleranz. Jochen Schropp teilt seine Erfahrungen aus dem Film "Baumgeflüster". Schöneberger plädiert für ein entspanntes Ignorieren intoleranter Menschen.
Barbara Schöneberger
"Jetzt fangen die alle an, ins Schweigekloster zu fahren", klagt Barbara Schöneberger in ihrem Podcast "Frühstück bei Barbara" über ihren Freundeskreis.  Fotoquelle: 2023 Getty Images/Andreas Rentz

.Vor wenigen Wochen war Jochen Schropp im ZDF-Film "Baumgeflüster" zu sehen. Es sei gewissermaßen der "erste schwule Pilcher", erklärt der Moderator und Schauspieler nun im Podcast "Mit den Waffeln einer Frau". Während Podcast-Gastgeberin Barbara Schöneberger das Projekt als "supercool" bezeichnet, erzählt Schropp von gegenteiligen Stimmen. "Wir sind halt immer noch – leider Gottes – in einer Gesellschaft, in der sich dagegen gesträubt wird", bedauert er.

"Meinst du, dass wir jemals hundert Prozent der Leute auf Spur kriegen werden?", fragt Schöneberger in Bezug auf das Thema Homophobie. "Nein", seufzt Schropp, "du als Frau weißt das ja auch. Es sind ja nicht nur die Schwulen, es sind auch die Frauen, die immer wieder benachteiligt werden." Da könne sie "jetzt nicht so mitreden", entgegnet die Moderatorin: "Die haben mich vielleicht benachteiligt, aber es ist mir gar nicht aufgefallen."

"Ich kann mir dann denken: Was für eine arme Wurst"

Ohnehin pflege die 52-Jährige einen entspannten Umgang mit engstirnigen Menschen. "Es wird auch immer Deppen geben, die Frauen schlecht behandeln, die voreingenommen sind und die homophob sind." Aus diesem Grund versuche Schöneberger, sich in ihrer "Meinung und Haltung diesen Leuten gegenüber zu verändern".

Die Entertainerin erklärt: "Wenn ein Mann ein Problem damit hat, wie ich bin, oder meinen gleichberechtigten selbstverständlichen Ansatz nicht mag oder meine Grenzen nicht respektiert – dann ist es die Art und Weise, wie ich mit ihm umgehe, die ich beeinflussen kann." Sie könne nicht die Gedankengänge ihres Gegenübers lenken, wohl aber ihre eigenen, sagt Schöneberger: "Ich kann mir dann denken: Was für eine arme Wurst." Demnach entscheide sich der TV-Star häufig dazu, "solche Menschen" schlichtweg zu ignorieren.

Während Jochen Schropp einhakt, dass es "traurig" sei, wie viel "Hass und Groll" auf bestimmte Menschen projiziert werde, betont Schöneberger erneut: "Es ist so wichtig, das mit sich auszumachen." Sie plädiere dafür, "dann zu sagen: Das ist eine Personengruppe, die kann ich nicht erreichen, und deswegen versuche ich es auch gar nicht erst." Stattdessen, erklärt die Podcasterin, stelle sie sich "drüber und sage: Ja, ihr armen Idioten. Ich glaube, damit kommt man wahrscheinlich sogar irgendwie weiter."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das könnte dich auch interessieren